Wanne-Eickel-Historie


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Wanne-Eickeler Filmnacht

Pressespiegel

Pluto lädt zur ersten Wanne-Eickeler Filmnacht


Premiere für das neue Stadtteilzentrum Pluto: Zur ersten Wanne-Eickeler Filmnacht von Lokalhistoriker Heinrich Lührig kamen 300 Gäste. Wegen Überfüllung mussten einige sogar abgewiesen werden.

Der Lokalhistoriker Heinrich Lührig zeigte am 26. September 2008 einmalige schwarz-weiß-Filmdokumente aus der historischen Stadt Wanne-Eickel, in denen sich die kleinen Dinge des Lebens in historischen Ereignissen widerspiegelten.



Der Eickeler Markt, in Schwarz-Weiß, vor knapp 40 Jahren. Menschenmassen tummeln sich vor der Hülsmann-Brauerei, ein großes Fest, Wanne-Eickel ist noch Bierstadt. Dann gehen die Lichter wieder an und der nächste filmische Ausflug in die Geschichte der 1975 eingemeindeten Stadt ist vorüber. "Nichts ist so schön wie der Mond von Wanne-Eickel" singt die Band "Good Vibrations". Die erste Wanne-Eickeler Filmnacht hat es geschafft, Lokalpatriotismus mit Geschichtsromantik zu verbinden.

Lokalhistoriker Heinrich Lührig hatte sich das neue Stadtteilzentrum Bickern/Unser Fritz ausgesucht, um acht Filme aus der Stadtgeschichte zu zeigen. Dafür sind fast 300 Menschen gekommen, viel mehr als erwartet: "Wir mussten über 60 wieder nach Hause schicken, was uns sehr leid tut", sagt Veranstalter Heinrich Lührig. Es wurden schon mehr Leute in den Saal gelassen, als vorgesehen waren - alle Stühle waren besetzt, die Menschen standen dicht an dicht an den Wänden.

Der Ausflug in die Geschichte bestand aus gesammeltem Material von Hobby-Filmern. "Die Auswahl kam so zusammen, weil's mir gefallen hat", sagt Heinrich Lührig. Bei sich zu Hause hütet Lührig eine wahre Schatzkammer mit 4000 historischen Dokumenten: alte Kirmesplakate, Bilder, Briefe und Filme. Die Filmnacht startete mit einem 30-minütigen Streifen, der Wanne-Eickel in den Jahren 1942 bis 1952 zeigt. Ein fiktiver Krimi über die "Hülsmann-Affäre" war ebenso dabei wie der Film "Wir in Eickel . . .". Dieser zeigt Geschichten rund um den Eickeler Markt im Jahre 1965, als Eickel noch eine bedeutende Bierstadt war. "Guck mal!" oder "Wie das damals aussah . . ." ertönte es aus dem Publikum. Film für Film freuten sich die Besucher, wenn sie bekannte Ecken aus Wanne und Eickel wieder erkannten.

Ein Beitrag widmete sich dem Bergmann und Fußballspieler Ernst Piwoda, der, nun als Rentner, seinen Lebenstraum eines Taubenzüchters lebt. Die Mode der Achtzigerjahre, riesige Brillen und weite Kleider, sorgten im Saal für Gelächter. Auch die flotten Sprüche von "Good Vibrations" - Mitglied Horst Schröder kamen gut an. Der ehrenamtliche Filmnacht-Moderator ist bekennender Wanne-Eickel-Fan und widmet auch seine Lieder der Liebe zur Stadt.

Und die war bei manchen Besuchern so stark, dass sie gar den langen Weg aus Dormagen auf sich genommen hatten, nur um hier zu sein. Detlef Richter, gebürtiger Wanne-Eickeler, hatte die "schöne Stadt wegen der Arbeit verlassen". Er selbst pflegt ein Fotoarchiv mit zeitgeschichtlichen Dokumenten aus und zu Wanne-Eickel. "Wenn man sich die Bilder mit Bekannten anschaut und jeder etwas wieder erkennt, da bekomme ich Gänsehaut", sagte Detlef Richter und zeigte auf seinen Arm. Der Fan trug ein schwarzes T-Shirt mit gelben Wanne-Eickel-Wappen - und lag damit an diesem Abend genau im Trend.

WAZ vom 29. September 2008

Foto by Christian Hans

Lokalhistoriker Heinrich Lührig (links) und Moderator Horst Schröder.


Alle Stühle waren besetzt, die Menschen standen dicht an dicht an den Wänden.



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