Wanne-Eickel-Historie


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Wanit

Firmen mit Tradition

Wanit Gesellschaft für Asbestzementerzeugnisse


Drei bedeutende Unternehmen haben Mitte 1950 die Wanit Gesellschaft für Asbestzementerzeugnisse gegründet. Es waren: die Rheinstahl Hüttenwerke, die Buderuschen Eisenwerke und die Halberger Hütte.

Hochansicht der Wanit Gesellschaft für Asbestzementerzeugnisse in der Schlossstraße 30, aufgenommen im Jahre 1960.

Geplant und errichtet wurde das Werk in den Jahren 1957 bis 1958 durch die Bauunternehmung Robert Heitkamp aus Wanne-Süd.

Die Produktionsaufnahme wurde auf einem 17 ha großen Gelände zwischen dem Rhein-Herne-Kanal, der Schloss- und Alleestraße im Jahre 1958 aufgenommen. Auf einer Platten- und einer Rohrstraße (später waren es je drei Fertigungsstraßen) wurden verschiedene Asbestprodukte als Brandschutz, Rohrisolierung, und Dachdeckung für den Hoch- und Tiefbau hergestellt. Anfang der 1980er Jahre waren in dem Betrieb an der Schlossstraße 30 bis zu 750 Mitarbeiter beschäftigt.


Blick auf das Wanit-Werk mit Lagerhallen, Formerei, Schreinerei, Schlosserei, Lokschuppen, Siloanlagen, Asbestmühle, Kokslager, Pförtner-, Labor-, Magazin- und Sozialgebäude, aufgenommen im Jahre 1960.

Der Name Asbest kommt aus dem griechischen, und heißt übersetzt soviel wie: Unvergänglich. Die "Zukunftsbranche" Asbestzement barg aber erhebliche Gefahren. Die Eigenschaft des Unvergänglichen ist es, das dieses Material so gefährlich macht.

Warum aber ist Asbest so gefährlich? Die feinen Fasern setzen sich in der Lunge fest und verbleiben dort. Die Folge daraus ergibt Asbestose bis hin zum Lungenkrebs. Das Problem liegt darin, dass diese schweren Krankheiten erst nach längerer Zeit ausbrechen können.

Die Gefahren erkannte man aber erst in den 1980er Jahren. Dieses war dann das "Aus" Ende 1987 für die Wanit Gesellschaft.

Im Jahre 2005 wurden die Hallen der Produktion abgerissen. Bis 2008 soll die Industriebrache zur Ansiedlung für den Logistik Park Schloss Grimberg hergerichtet sein. Ab 2013 soll das Gelände dann Heimat für verschiedene Logistik-Unternehmen werden und ca. 1500 Arbeitsplätze schaffen.


Die Gesamtkosten für den Logistikpark Schloss Grimberg belaufen sich auf über 9 Millionen Euro, von denen die Wirtschaftsförderung 6 Millionen und das Land 2,9 Millionen Euro bereitstellten.



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Heute befindet sich auf dem Gelände unter der Adresse Schlossstraße 30 die Firma Hörmann, Tore, Türen, Zagen, Antriebe und Brandschutz, aufgenommen im April 2007.


Quellennachweis:
75 Jahre Heitkamp 1892-1967.
Kultur und Wirtschaftschronik für die Stadt Wanne-Eickel 1971.
Interview mit dem Landtagsabgeordneten Frank Sichau im Mai 2007.

Bildnachweis:
Sammlung Heinrich Lührig.



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