Wanne-Eickel-Historie


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Steigerlied

Bergbau

Glück auf, der Steiger kommt


Glück auf! Glück auf! Der Steiger kommt,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht
schon angezünd't,
schon angezünd't.

Schon angezünd't! Das wirft sein Schein,
und damit so fahren wir bei der Nacht,
und damit so fahren wir bei der Nacht
ins Bergwerk 'nein,
ins Bergwerk 'nein.

Ins Bergwerk 'nein, wo die Bergleut' sein,
die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht,
die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht
aus Felsenstein, aus Felsenstein.

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Und kehr ich heim zum Liebchen mein,
dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht,
dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht:
Glück auf! Glück auf!
Glück auf! Glück auf!

Wir Bergleut' sein kreuzbrave Leut,
denn wir tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht,
denn wir tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht
und saufen Schnaps,
und saufen Schnaps.



Das so genannte "Steigerlied" gilt als das "bergmännische Standardlied" schlechthin. Doch auch jenseits dieses Berufsumfeldes hat es große und bis heute anhaltende Popularität erlangt. Text, Melodie und Herkunft stammen aus dem sächsischen Erzgebirge. Eine breitere schriftliche Überlieferung setzt im 17. Jahrhundert ein. Nach 1945 erfreute sich "Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt" etwa im gewerkschaftlichen und sozialdemokratischen Milieu großer Beliebtheit.


Quelle: Gerhard Heilfurth: Das Bergmannslied. Wesen, Leben, Funktion: Ein Beitrag zur Erhellung von Bestand und Wandlung der
sozialkulturellen Elemente im Aufbau der industriellen Gesellschaft. Kassel 1954, S. 76, sowie: http://www.dradio.de/download/142653/.



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