Wanne-Eickel-Historie


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Stadthalle

Stadthalle Wanne-Eickel "Käseglocke"


Info Tafel: Nummer 1

Aufgestellt am: 30. April 1994
Standort: Kurhausstraße Ecke Hauptstraße, unweit der "Löwenkirche"
Gestiftet: CDU Stadtbezirksverband Eickel
Schirmherrschaft: Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e.V.






Die Amtsversammlung Eickel hatte am 20. Februar 1925 den Ankauf eines Grundstückes in zentraler Lage zwischen der Viktoria- (heute Hauptstraße), Göben- (heute Kurhausstraße), Langekampstraße und der katholischen St.-Joseph-Kirche zum Preis von 200 000 RM von der Witwe des August Franke beschlossen. Zugleich wurde die Errichtung einer Ausstellungshalle genehmigt. Den Entwurf fertigte der Wanner Beigeordnete und Baumeister Bruno Lehmann. Bereits am 26. Juli 1925 konnte der Neubau eröffnet werden.

Für die Beschaffung des Inventars hatte sich der Gymnasialturnlehrer Paul Käse eingesetzt. Ihm zu Ehren und aufgrund der äußeren Form des Baukörpers erhielt die Stadthalle den Beinamen "Käseglocke".


Der expressionistische Kuppelbau mit drei angebauten Sälen hatte eine Fläche von etwa 1 500 Quadratmeter. Die achteckige Haupthalle, etwa 800 Quadratmeter groß, war ungefähr 15 Meter hoch. Acht gewaltige Holzbinder bildeten das konstruktive Gerüst und prägten zugleich das Erscheinungsbild der Halle. Die Segmente zwischen der Binderkonstruktion waren lamellenförmig gestaltet; die Seitenwände in Schalbauweise bestanden aus Bimsdielen; Tageslicht fiel durch das große Oberlichtfenster und die Seitenfenster in die Halle.

Die Zahl der Sitze betrug bei Veranstaltungen mit Bühnenaufbau 925; etwa 1 200 Personen fanden an Tischen Platz. Die Stadthalle und ihre Nebenräume wurden für Kulturveranstaltungen und Ausstellungen, als Heimatmuseum, zu sportlichen Zwecken sowie vom Arbeitsamt und von städtischen Dienststellen genutzt.


Am 17. Januar 1942 vernichtete ein Brand das Gebäude bis auf die Grundmauern. Die Ruine der Halle wurde später abgetragen.

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