Wanne-Eickel-Historie


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Soleier à la Röhlinghausen

Hausmannskost

Soleier à la Röhlinghausen


Die Luft völlig nebelig vom Zigarettenrauch, die Beleuchtung etwas diffus, ein Stimmenwirrwarr aus Unterhaltung über die Arbeit auf der Zeche oder die letzten Fußballergebnisse - hier und dort leuchtete beim Inhalieren der breite Glutkegel einer Zigarre auf, und das alles gepaart mit regelmäßigen Rufen in der Art:

"Mach `ma, zwei Bier und zwei Kurze fettich."


Wer erinnert sich nicht noch an die Zeiten, in denen die Kneipe um die Ecke Treffpunkt nach der Arbeit war, hier die aktuellsten Neuigkeiten aus der Nachbarschaft oder dem Kleigartenverein ausgetauscht wurden, von hieraus zum nächsten Fußballspiel aufgebrochen wurde und wo der Familienvater sich das sonntägliche "Herrengedeck" genehmigte. Ja, es scheint schon lange zurückzuliegen. Denn zu jener Zeit war das Rauchen in der Kneipe sogar noch erlaubt.

Das gehörte damals ebenso dazu, wie das große Glas mit eingelegten Eiern welches häufig direkt auf der Theke, oder zumindest neben der Kasse des Wirtes zu finden war.

Mal wurden sie als Zwischenmahlzeit verzehrt, mal um dem sich ankündigen "Kater" vorzubeugen oder um eben diesen zu bekämpfen wenn er sich schon eingestellt hatte. Die Art der Zubereitung und Verwertung von hartgekochten Eiern, als Soleiern ist heute in Vergessenheit geraten und soll hier zu "neuen Leben" erweckt werden.

Jeder Haushalt hatte früher sein eigenes Geheimrezept. Damit jeder, der Interesse an diesem Geschmackerlebnis hat, diese selbst ausprobieren kann, hier das Geheimrezept " Soleier à la Röhlinghausen"



Für den Sud:


1 Liter Wasser

Etwas Salz (damit das Wasser gesättigt ist)
3 bis 4 Lorbeerblätter
1 Esslöffel Senfkörner
1 Esslöffel Kümmel
1 Teelöffel Paprika scharf

5 bis 10 Pimentkörner

Dieses alles gut aufkochen lassen, dann in ein geeignetes Gefäß über die hart gekochten Eier gießen. Nun schließlich 2 bis 3 Tage stehen lassen.



Anrichten:

Man halbiert die Eier und entfernt die Eidotterhälfte. In die entstehende Mulde kommt nun etwas Senf, etwas Apfelessig, etwas Olivenöl, 1 Spritzer Maggie, 1 Spritzer Tabasco. Nun legt man den Eidotter wieder auf die Mulde und genießt dieses halbe Solei entweder pur oder zu einer Scheibe Brot.


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