Wanne-Eickel-Historie


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Sol- und Thermalbad

Gebäude

Sol- und Thermalbad Wanne-Eickel „im Herzen des Ruhrgebietes“


Das Sol- und Thermalbad "Wilhelmsquelle" verdankt seinen Ursprung starke Solezuflüsse der Zeche Pluto, Schacht Thies. Die Sole erwies sich als eine der stärksten Deutschlands.

Am 3. Juli 1891 schlugen Bergleute der Zeche Pluto, Schacht Thies der damaligen Bergbau-Aktien-Gesellschaft in 606 Meter Tiefe im Liegenden von Flöz Sonnenschein eine starke Wasserader an. Alte Aufzeichnungen sprechen von einem starken Wasserstrahl, der pro Minute zwei Kubikmeter Wasser bei einer Temperatur von 35 Grad Celsius aus dem Gebirge schoss. Vier Hauer, die sich zu diesem Zeitpunkt vor Ort aufhielten, glaubten zunächst, die Emscher habe sich einen Weg durch den Fels gebahnt und werde sie alle "ersäufen".

Mit großer Kraftanstrengung war es den Bergleuten schließlich gelungen, das Wasser der Solequelle aufzufangen. Während dieser Arbeit viel auf, dass die Quelle über einen hohen Salzgehalt und eine angenehm warme Temperatur verfügte. Im Laufe der nächsten Wochen nutzten immer mehr Kumpel diesen Umstand, um sich in dem warmen Wasser zu reinigen, aber auch ihre Rücken- und Bandscheibenprobleme zu kurieren. Der Bevölkerung blieb diese Quelle zunächst verborgen.

















Beeindruckendes Industriepanorama um die Jahrhundertwend von der Zeche Pluto, Schacht Thies, aufgenommen von der heutigen Plutostraße aus.

Mit zunehmender Bekanntheit der heilsamen Eigenschaften der unterirdischen Quelle wurde auch die Bevölkerung hierdrauf aufmerksam. Als die hiesige Presse das Thema auf griff, war schnell der Gedanke geboren diesen Naturschatz auch der Allgemeinheit zugängig zu machen.

Die Bergbau-Aktien-Gesellschaft "Pluto" legte am 8. Mai 1893 auf das Solevorkommen eine Mutung (bergmännischer Begriff für die Erhebung von Anspruch auf Ausbeutung eines Mineralvorkommens) ein, die auf Wunsch des Oberbergamtes Dortmund "Wilhelmsquelle" genannt wurde. Durch die am 19. September 1893 erfolgte bergbaubehördliche Verleihung des Feldes "Wilhelmsquelle" erhielt die Zeche Pluto das Recht zur Gewinnung der in diesem Felde vorkommenden "Soole" (
siehe auch: Die Geschichte der Zeche Pluto Schacht Thies in Röhlinghausen).

Eine von der Westfälischen Berggesellschaftskasse Bochum durchgeführte Analyse des Wassers ergab in einem Liter gelöst: 103,10 g. NaCI (Kochsalz), 2,25 g. BaCI2 (Bariumchlorid), 14,88 g. CaCI2 (Kalziumchlorid), 4,27 g. MgCI2 (Magnesiumchlorid) und 0,30 g. Tonerde und Eisenoxyd. Insgesamt 124,80 g. Mineralsalz und feste Bestandsteile.

Diese Natursole konnte bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und der Wirbelsäule erfolgreich eingesetzt werden. Ihr verdankt das Sol- und Thermalbad Eickel-Wanne seinen Ursprung. Die Sole wurde von der Zeche Pluto, Schacht Thies, durch Pumpen zu Tage gefördert und floss in einer besonderen Leitung später zum Solbad.


Als der Bauunternehmer August Franke im Frühjahr 1892 von dieser Solequelle erfuhr, kam ihm die Überlegung, zusammen mit der Bergbau-Aktien-Gesellschaft Pluto die sogenannte "Wilhelmsquelle" für eine Badeanstalt zu nutzen.

Da die Bergwerksgesellschaft selbst an einer solch kostenintensiven Maßnahme nicht interessiert war, ist es dem Bauunternehmer August Franke zu verdanken, dass die Überlegungen für eine privat geführte Badeanstalt im Jahre 1893 zum Tragen kamen. So begann August Franke im Jahre 1893 auf dem Eckgelände an der Viktoriastraße, heutigen Hauptstraße und Göbenstraße, der heutigen Kurhausstraße mit dem Bau eines Kurhauses als Hotelrestaurant mit Garten und einer Badeanstalt.

Ein Jahr später, am 9. Mai 1894, schloss der Bauunternehmer einen Liefervertrag für die Sole der Wilhelmsquelle mit der Gelsenkirchener Bergwerks AG ab und begann von der Zeche Pluto Schacht Thies eine etwa zwei Kilometer lange Rohrleitung zur heutigen Kurhausstraße auf eigene Kosten zu verlegen.



Der Bauunternehmer August Franke. Er eröffnete am 10. August 1894 das erste Solbad in Eickel-Wanne.

Eine kolorierte Postkarte aus dem Jahre 1899 warb für das Solbad Wilhelmsquelle.


Gut drei Monate mussten die Wanner Bürger nach der Einweihung des Kurhotels (Pächter Helmuth Möller) noch warten, bis am 10. August 1894 das "Sol- und Thermalbad Wilhelmsquelle" im Rahmen eines Festaktes seiner Bestimmung übergeben wurde.

Die Einrichtung des Bades erfuhr uneingeschränktes Lob. "Zwölf Badezellen und ein Schwimmbad lassen an Zweckmäßigkeit und feinster Ausstattung nichts vermissen. Auch Kursaal, Gast- und Logierzimmer hat die Badeverwaltung bis ins kleinste Detail angelegt, um den Gästen ein trautes Heim zu bieten", schrieb die Emscher Zeitung.

Das Bad wurde von der Bevölkerung gut angenommen. Bereits im Gründerjahr wurden 16.759 Solbäder verabreicht, im Jahre 1895 waren es bereits 19.434 Bäder. Im Jahr 1896 wurde mit 25.471 Bädern die Kapazitätsgrenze der Einrichtung überschritten. Der größte Teil der Badegäste waren Bergleute. Auch Privatpatienten aus der näheren und weiteren Umgebung wie Dortmund, Essen, Bochum und Gelsenkirchen schätzten das Wanner Solbad für seine Heilwirkung.


Ansicht des Kurhotels, Ecke Kurhausstraße und Hauptstraße um 1905.

Die weitläufige Parkanlagen hinter Kurhotel und Solbad luden zu verweilen und erholsamen Spaziergängen ein.


Am 1. Januar 1898 wandelte August Franke das Privatunternehmen in einer von ihm gebildete Aktiengesellschaft um. Das Bad wurde von dieser AG, deren Vorstand August Franke blieb, inzwischen auf 36 Herrenzellen, elf Damenzellen und eine Abteilung für Kinder erweitert. An Kurmitteln wurden geboten: Dampfbäder, römische-irische Bäder, Inhalationen, Massagen, und neben den Solebädern auch Süßwasserbäder. Somit wurde eine deutliche Steigerung von 27.175 Bädern im Jahre 1898 auf 35. 728 Bädern im Jahre 1901 erreicht.

Beeindruckendes Industriepanorama von der Zeche Pluto, Schacht Wilhelm, aufgenommen 1920 und 2009.


Im Herbst 1918 trat eine Situation ein, die für alle beteiligten völlig unerwartet kam. Der seit Jahren unerschöpflich sprudelnde Wasserfluss der Wilhelmsquelle versiegte. Da aber der liebe Gott das Ruhrgebiet und seine Menschen niemals im Stich lässt, wie ein Sprichwort sagt, wurden auf der Zeche Pluto Schacht Wilhelm in einer Tiefe von 813 Metern weitere Salzquellen entdeckt. So entströmte dem Schacht Wilhelm in der Minute etwa 400 Liter Sole, 576.000 Liter pro Tag, so dass die Versorgung des Bades gesichert war. Da die gesamten Wassermassen nicht genutzt werden konnten, floss der größte Teil ungenutzt in die Emscher.

Am 28. März 1920 erwarb die Gemeindevertretung Wanne das gesamte Aktienpaket des Sol- und Thermalbades im Gesamtwert von 224.000 Mark. Die Geschäftsführung übernahm der Gemeindevorsteher Heitkamp. Als Aufsichtsratsmitglied wurden Amtmann Weiberg als Vorsitzender, Beigeordneter Lieder als stellvertretener Vorsitzender und als Mitglieder Westhoff, Haltermann, Kornrumpf, Zielinski und Betriebsdirektor König als Sachverständiger, bestimmt.

Die Generalversammlung der Gesellschaft beschloss am 23. März 1925 die Abtretung von zwei Fünfteln des Aktienkapitals an die Gemeinde Eickel. Die Zahl der Aufsichtsratsplätze wurde auf 20 erhöht und der Gemeinde Eickel acht Plätze abgetreten. Im Gegenzug übereignete die Gemeinde Eickel den gesamten angrenzenden Schulgrundbesitz der Liboriusschule der Gesellschaft und verpflichtete sich zudem, in drei aufeinander folgenden Jahren je 3.000 Reichsmark an die Gesellschaft zu zahlen. Um für den Ausbau des Solbades Gelände zu beschaffen, kaufte die neuformierte Aktiengesellschaft im Mai das frühere Biggemannschen Holzlager an der Victoriastraße auf. Damit war der Flächenbedarf von rund 6 Morgen Grundbesitz, an vier Straßen gelegen (
Viktoriastraße heute Hauptstraße, Am Solbad, Langekampstraße und Göbenstraße heute Kurhausstraße), zum "neuen Solbad" gedeckt.


Das Kurhaus nach dem Umbau um 1928.


Am 30. Juni 1942 wurde die Sol- und Thermalbad AG mit der Elektrizitätsversorgung Wanne-Eickel, zur Stadtwerke Wanne-Eickel AG verschmolzen. Zum Vorstand wurde Dipl. Ing. Theodor Boeckling bestellt.

Während der Kriegsjahre konnte der Bäderbetrieb, der mittlerweile als "Kumpelbad" bekannten Kureinrichtung, weiter betrieben werden. Doch die Wirren des Krieges gingen auch am Solbad nicht vorüber. Lange Zeit waren die Bäderanlagen durch die Luftangriffe der alliierten Streitkräfte, die zumeist dem Güterbahnhof galten, verschont geblieben. Doch bei einem Großangriff auf Wanne-Eickel am 6. November 1944, mit mehr als 100 Toten, wurde auch das Sol- und Thermalbad durch eine Fliegerbombe zum Erliegen gebracht. Auch das Kurhotel hatte Schäden zu verzeichnen, konnte jedoch zunächst weitergeführt werden. Bei einem Fliegerangriff am 19. Februar 1945 auf Wanne-Süd und Eickel wurde dann das Kurhotel durch einen Bombenvolltreffer vollständig zerstört. Das Bade- und Kurzentrum von Wanne-Eickel lag in Schutt und Asche.
















Das Kurhaus und der dahinter liegende Bäderbereich wurden nach einem Bombenangriff vollständig zerstört.

Nach 1945 wurde ein Neuanfang mit Unterstützung der Ruhrknappschaft geplant, um den Bäderbetrieb so schnell wie möglich wieder auf zunehmen. Im Juni 1948 beschloss der Aufsichtsrat der Stadtwerke Wanne-Eickel AG. dann den Neubau des Sol- und Thermalbades. Das neue Haus wurde nach den Plänen des Eickeler Architekt Willi Wallmeier in Angriff genommen. Die ersten Mauern waren bereits gezogen, als am Dienstag, dem 26. Oktober 1948 der Grundstein für das neue Sol- und Thermalbad an seinem heutigen Standort, an der Straße Am Solbad gelegt wurde. Das in Hufeisenform angelegte Gebäude, zwischen Kurhausstraße und Am Solbad, nahm sehr schnell Form und Gestalt an. So konnte ein Jahr nach der Grundsteinlegung, am 1. Oktober 1949, das neuerrichtete Sol- und Thermalbad Wanne-Eickel, durch Oberbürgermeister Edmund Weber seiner Bestimmung übergeben werden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 1,1 Millionen DM.




















Anzeige der Stadtwerke Wanne-Eickel zur Wiedereröffnung des neuen Sol- und Thermalbad. Der Neubau des Bades wurde im Rahmen eines Festaktes seiner Bestimmung übergeben.

Bereits ein Jahr nach der Wiedereröffnung wurden 137.800 Bäder verabreicht.

Ein weiterer Rückschlag erfolgte am 8. August 1953, morgens gegen 6 Uhr, als im Saunabereich ein Brand, verursacht durch einen defekten Saunaofen entstand. Hierdurch wurden sämtliche Inneneinrichtungen in den Räumen der Sauna zerstört. Es entstand ein Sachschaden von 40.000 DM. Am 15. Dezember 1953 konnte der Betrieb der Sauna wieder - moderner und um einen Ruheraum erweitert, in Betrieb genommen werden.


Ein Brand im August 1953, im Saunabereich verursachte einen Sachschaden von 40.000 DM.

Der Ruf Wanne-Eickel als Bäderstadt zog immer weitere Kreise, wie folgende Anekdote belegt:

Als ein Wanne-Eickeler Bürger einen Badeort in Süddeutschland zur Kur aufsuchte und seinen Badearzt bei der Anmeldung beiläufig erzählte, er komme selbst aus einem Badeort, schaute der Arzt unglaubwürdig auf und fragte: "Wie, Wanne-Eickel Bad? Nie gehört, wohl mal was vom Mond von Wanne-Eickel. Er griff dann zu dem auf seinem Schreibtisch stehenden Deutschen Bäderkalender Ausgabe 1965/1968, wo er auf Seite 370 eine Luftaufnahme des Sol- und Thermalbades Wanne-Eickel fand und las mit Verwunderung: Solbad im Herzen des Ruhrgebietes mit seinem Kurmittel, der Thermalsole für Bäder und Inhalationen, den reichhaltigen Heilanzeigen mit zusätzlichen Behandlungsmöglichkeiten und modernen Kureinrichtungen". Um eine Erfahrung reicher, bat der Kurarzt seinen Kurgast aus Wanne-Eickel um Nachsicht, das Heilbad Wanne-Eickel nicht allzu viel Beachtung geschenkt zu haben.


Diese Werbung aus dem Jahre 1951 und 1954 dokumentiert die enge Verbundenheit des Sol- und Thermalbades mit dem Bergbau.

Die folgenden Jahre waren für das Sol- und Thermalbad von Finanzproblemen geprägt. Selbst der 75. Geburtstag am 10. August 1969 wurde in aller Stille gefeiert. Bis auf einen kleinen Artikel in der lokalen Presse nahm man von diesem historischen Datum keine Notiz. In der Westfälischen Rundschau hieß es: "Bescheiden werde die Stadtwerke über das Jubiläum hinwegsehen. Es fehle das Geld, denn schon seit Jahren ist das ehemals modernste Solbad der Bundesrepublik nur noch eine soziale Einrichtung und ein Zusatzgeschäft."

Das Sol- und Thermalbad von der Kurhausstraße aus gesehen.

Das chemische Laboratorium Fresenius in Wiesbaden bescheinigte nach einer Analyse im Jahre 1970 den Stadtwerken Wanne-Eickel AG. u. a.:
Nach der vom Chemischen Laboratorium Fresenius durchgeführte "kleine Heilwasser Analyse" enthält das Wasser der Solquelle in Wanne-Eickel 32 252 mg gelöste feste Bestandteile pro Kilogramm Wasser. Der zur Kennzeichnung eines Wassers als "Sole" geforderte Mindestanteil an Natrium- und Chlorid-Ionen wird von dem Wasser der "Solequelle" in Wanne-Eickel erheblich überschritten. Das Wasser der "Solequelle" in Wanne-Eickel ist nach den "Bestimmungen für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen" des Deutschen Bäderverbandes als eine "Sole" zu kennzeichnen.


Unterwassermassagen.

Badetherapie im Stangerbad links und Kohlensäure-Trockenbad rechts.

Aufenthaltsräume sowie die Südostterasse und der parkähnlich angelegte Garten, aufgenommen um 1958.

Die Belegschaft des Sol- und Thermalbades im Sommer 1975, von links nach rechts: Kretschmer, Unverricht, Friedrich, Simonsmeier, Groh, Jersimski, Dr. Keßler, Gutsche, Zisk, Kullick, Halba, Drilling, Terschluse, Wiggers, Kupitz, Bootsmann, Maischak, Nickel, Schimanski, Hoffmann, Lietschel, Mengel, Glembotzki, Ufer, Meinhardt, Fangmayer, Gutberlet und Knieling.

Mit der Gebietsreform, die Wanne-Eickel im Juni 1975 mit der Zusammenlegung der Stadt Herne einging, ging auch die Zuständigkeit für das "Sol- und Thermalbad Wanne-Eickel" auf die neuformierten Stadtwerke AG Herne über. Im November 1977 bewilligt der Hauptausschuss im Rat der Stadt Herne einen Betrag von 1.75 Millionen DM für dringende Aus- und Umbaumaßnahmen. Ende 1978 beginnen die Arbeiten an dem 5 mal 13 Meter großen und 1.25 Meter tiefen Sole-Bewegungsbad. Die Rheumaliga, die mittlerweise eng mit dem Solbad verbunden war erhoffte sich von diesem Becken einen großen Aufschwung.

Ansichten des Sol- und Thermalbades von 1965 bis 1975.

Ein Solebad ohne Sole - eine unheilvolle Vorstellung, doch die Vorräte der Solequelle auf der Zeche Pluto Schacht Wilhelm waren 1981 erschöpft. Eine schnelle Lösung war gefordert und wurde auch gefunden. Für eine Übergangszeit sollte ein Solevorkommen der Schachtanlage Consolidation 2/7 in Gelsenkirchen-Schalke sowohl für das Thermalbad in Wanne als auch für die neuen Thermalanlagen im Revierpark Gysenberg, sorgen. Doch Transportprobleme über ein privates Gelände verhinderte dies.

Im April 1982 gelang es dann den Stadtwerken, mit der Stadt Oberhausen, die eine Therme in Mülheim-Raffelberg betrieb, einen kostengünstigen Abnahmevertrag für einen Zeitraum von 30 Jahren abzuschließen. Damit war die Zukunft der Solebäder in Herne gesichert.

Im Herbst 1982 spekulierte die lokal Presse über die weitere Entwicklung des Sol- und Thermalbades. Es wurden Übernahmepläne durch die Pfarrei St. Joseph laut. Hierdurch entbrannte in der Politik, Verwaltung und in der Öffentlichkeit ein heftiger Meinungsstreit, doch das Gesundheitsministerium in Düsseldorf durchkreuzte diese Pläne.

Am 17. Februar 1987 verabschiedete der Rat der Stadt Herne die Übergabe des Sol- und Thermalbades in kirchliche Trägerschaft. Zu einem symbolischen Preis von 10 DM wurde das Sol- und Thermalbad für einen Zeitraum von 66 Jahren der Kirchengemeinde St. Joseph in Wanne-Süd übertragen und wird nunmehr unter dem Namen "Rheumazentrum Ruhrgebiet" in Zusammenarbeit mit dem St. Josefs-Krankenhaus betrieben.


Im März 2014 erfolgte nach 21 Monaten Bauzeit der Umzug des "Rheumazentrum Ruhrgebiet" zur Claudiusstraße. Das ehemalige Kurhaus wurde zu einer Kindertagesstätte umbauen. Die Eröffnung der neuen Einrichtung "Kinder in der St. Elisabeth Gruppe" eröffnet im September 2015 in den neuen Räumlichkeiten des historischen Solbades ihren Betrieb.

Seit Februar 1987 wird das Sol- und Thermalbad unter dem Namen "Rheumazentrum Ruhrgebiet" in Zusammenarbeit mit dem St. Josefs-Krankenhaus betrieben.


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Quellennachweis:
Hegler, Gustav: Eickel-Wanne einst und jetzt. Geschichte der Gemeinden beider Ämter. Siegen 1903, S. 160 ff.
Amt Wanne: 50 Jahre Amt Wanne. Amt Wanne 1925, S. 149 ff.
Broschüre: Sol- und Thermalbad Wanne-Eickel. Wanne-Eickel 1953.
Stadt Wanne-Eickel: 25 Jahre Stadt Wanne-Eickel. Wanne-Eickel 1955, S.125 ff.
Stadt Wanne-Eickel: 50 Jahre Stadtwerke Wanne-Eickel. Wanne-Eickel 1955, S. 22 ff.
Deutschen Bäderkalender: Ausgabe 1965/1968. S. 370 f.
Hesse, Enno: Die Paten des Wanne-Eickel Sol- und Thermalbades. Aus Anlass des 75jährigen Bestehens des Sol- und Thermalbades. Wanne-Eickel 1969.
Lührig, Heinrich: Wanne-Eickel, Ausflug in die Vergangenheit. Herne 1984, S. 94 ff.
Lührig, Heinrich: Wanne-Eickel in alten Ansichten. Zaltbommel/Niederlande1992.
Katholische Kirchengemeinde St. Joseph: 100 Jahre Sol- und Thermalbad im Rheumazentrum Ruhrgebiet, St. Josefs- Krankenhaus. Wanne-Süd 1994.
Lührig, Heinrich, Schmitz, Gerhard: Röhlinghausen Wanne-Eickel III, Geschichte und Geschichten aus einem Stadtteil der südlichen Emscherregion, erlauscht und erlebt, gesammelt und nacherzählt. Herne 1995, S. 60 ff.
Lokalpresse aus den Jahren: 1962, 1969, 1991, 1994, 2003, 2013,2015.

Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig

Weitere Infos unter: http://www.rheumazentrum-ruhrgebiet.de


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