Wanne-Eickel-Historie


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Linsen

Hausmannskost

Linsen süß-sauer mit Blotwoosch



Den Nährwert der eiweiß- und kohlehydrathaltigen Hülsenfrüchte wusste man in Zeiten schwerer körperlicher Arbeit bei gleichzeitigen geringen Einkommen besonders zu schätzen. Kaum ein Tag verging, ohne dass die Sattmacher und Kraftspender Erbsen, Bohnen oder Linsen auf den Tisch kamen, und das in Mengen, die wir heute gar nicht mehr bewältigen könnten. Fleisch gab es in einfachen Arbeiterfamilien nur selten. Allenfalls ein paar Schweinepfoten, Fleischknochen oder ähnliches konnte die Hausfrau mit wenig Geld und meistens vielen Kindern ab und zu als Grundlage für ihre Eintöpfe verwenden. Dieses Gericht ist schon etwas „luxuriöser“, weil zu seiner Entstehungszeit die Menschen im Ruhrrevier schon besser verdienten.


Zutaten für 4 Personen:

Für den Linseneintopf:
400 g. Linsen
1,5 Liter Brühe
20 g. Schweineschmalz
1 Stange Lauch
2 Möhren
eine halbe Sellerieknolle
eine Prise Salz, Pfeffer, Essig, Zucker

Für die Wurst:
400 g. Blutwurst
40 g. Schweineschmalz
3 Zwiebeln
eine Prise Salz, Pfeffer
etwas Mehl


Die Linsen werden am Vorabend kalt abgespült und in der Brühe zum Quellen eingeweicht. Am nächsten Tag Lauch putzen, waschen in Scheiben schneiden. Möhren und Sellerie schälen, waschen, klein schneiden. Schweineschmalz im Topf erhitzen, Wurzelgemüse hinzugeben und 4 Minuten anbraten. Die Linsen mit der Brühe zugeben und ca. 45 Minuten im geschlossenen Topf bei schwacher Hitze gar kochen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig abschmecken. Jetzt die Zwiebeln schälen, schneiden, salzen, pfeffern und im Schweineschmalz goldgelb braten, herausnehmen und warm stellen. Die Blutwurst pellen, in Scheiben schneiden, in Mehl wenden und in dem Fett braten. Das Linsengemüse auf einem Teller anrichten, die Blutwurstscheiben hinzu legen und die Zwiebeln darüber geben.


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