Wanne-Eickel-Historie


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Kotten Dudel

Höfe und Kotten

Kotten Dudel


Auf einer Karte der Bürgermeisterei Herne aus dem Jahre 1823 befand sich der Kotten Dudel am südlichen Ende der Cranger Heide, in der Flur II genannt Wanne, in der Heidstraße 75 -77, Ecke Schwerinstraße, heute Rathausstraße, auf der südlichen Seite zum ehemaligen Moltke Platz, heute Schweinemarkt.

Unweit des Kotten Dudel lag die Höfe Rusche und Beisemann. Der östliche Nachbar war der Hof Scharpwinkel, in westlicher Richtung etwas weiter weg, war der Hof Hörstchen.

Übertragen auf die späteren Gegebenheiten erstreckten sich die Dudelschen Ländereien ungefähr südlich der Cranger Heide. Nach und nach wurden Teile veräußert. Im Jahre 1954 schrieb die Tageszeitung über den Kotten Dudel: "Heute gehört zum Kotten kein Ackerland mehr."

Der Kotten an der Heidstraße wurde 1885 von Wilhelm Dudel erbaut. Der Erbauer soll den Kotten aus dem Material des früheren Dudelshofes im Raum von Rathaus- Kolping- und Elsa-Brandström-Straße errichtet haben. Wilhelm Dudel war seiner Zeit Brunnenbauer und Pumpenspezialist, der vor allem bei der Emschergenossenschaft wertvolle Arbeit leistete. Er verstarb am 24. Dezember 1926.

Der ehemals langhingezogene Fachwerkbau hat den Stürmen der Zeit getrotzt, wenn ihm auch Granatsplitter in den letzten Kriegstagen stark zugesetzten hatten. Im Februar 1972 wurde das schwarz-weiß getünchte Fachwerkhaus samt Stallgebäude, in dem zwischenzeitlich eine Schlosserei sowie eine Schreinerei untergebracht waren, abgerissen.


Ausschnitt der Urkatasterkarte der Gemeinde Bickern, aufgenommen vom Geometer Krause, im Juni 1823. Der Hofname Dudel ist rot unterlegt und befindet sich in der Gemarkung Flur II, genannt Wanne.

Der Kotten Dudel an der Heidstraße 75-77.

Hofansicht mit den Stallgebäuden.

Der Kotten Dudel an der Heidstraße von der Kreuzung Rathausstraße in Richtung Bahnhof aus gesehen, im Frühjahr 1971.


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Quellennachweis:
Hegler, Gustav: Eickel-Wanne einst und jetzt, Siegen 1903.
Adressbuch für die Ämter Wanne und Eickel, 1906.
Tagespresse von 1954, 1955, 1972.
Interview mit Hilbert Mletzke aus Wanne, April 2013.

Bildnachweis:
Sammlung Heinrich Lührig.
Kartenauszüge, mit freundlicher Genehmigung durch das Kataster- und Vermessungsamt der Stadt Herne.



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