Wanne-Eickel-Historie


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Kornbrennerei Heinrich Hülsmann

Firmen mit Tradition

Kornbrennerei und Likörfabrik Heinrich Hülsmann


Georg Engelbert Hülsmann und seine Ehefrau, Anna Catharine, gründeten 1817 die Kornbrennerei Hülsmann als landwirtschaftlichen Nebenbetrieb.

Um die Jahrhundertwende entstand daraus durch Neuerrichtung der Brennerei und Zukauf von Brennrechten ein gewerbliches Unternehmen. Später kamen noch der Vertrieb von in- und ausländischen Weinen, Sekt und Markenspirituosen sowie die Herstellung von alkoholfreien Getränken (Mineralwasser) hinzu.

Briefkopf der Kornbrennerei Heinrich Hülsmann 1958.

Nach dem Krieg wurden die Brennereianlagen modernisiert und in ihrer Kapazität nochmals erhöht.

Ansicht der "weißen Villa" der Familie Hülsmann um 1958. Die Anschrift lautete Holsterhauser Straße 72, sie befand sich auf dem heutigen Geländer der Hiberniaschule. Das Haus neben der Villa rechts, war das Kutscherhaus. Die Gebäude wurden 1901 erbaut.

Ansicht der Kornbrennerei von Heinrich Hülsmann, Holsterhauser Straße 73 um 1960. Das Betriebsgelände befand sich an der Dorstener Straße zwischen der Holsterhauser Straße links und Brennerstraße rechts im Bild. Im Hintergrund die Kühltürme der Zeche Shamrock.

Seit fünf Generationen befand sich der Betrieb im Familienbesitz. Der Firmenleitspruch lautete: Tradition verpflichtet. Hohe Auszeichnungen bei Prüfungen durch die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) belohnten diese Bemühungen. Aus der Vielzahl der Erzeugnisse erfreuten sich:

Weizenkorn, Doppel-Wacholder und der feine Herrenlikör "Dorneburger", als Spitzenqualitäten in Gastronomie sowie im Groß- und Einzelhandel großer Beliebtheit.


Likörgläser, 2 cl der Kornbrennerei Hülsmann.
(Foto: Bärbel Nadolni)

Im Jahre 1974 fielen die Kornbrennerei an der Holsterhauser Straße 73 sowie die Firmen-Villa auf der gegenüberliegenden Seite auf Grund von Verbreiterungsarbeiten an der Dorstener Straße der Spitzhake zum Opfer.

Abriss der "weißen Villa" oben im Bild, sowie Abriss der Kornbrennerei unten im Bild, im Jahre 1974.

Anfang 1980 wurde auf dem hinteren Betriebsgelände ein Wohnhaus mit 18 Wohneinheiten errichtet. Der Nachwelt erhalten geblieben sind der Straßenname Brennerstraße (verzeichnet im Gemeinde-Atlas von Eickel von 1823, die auf die Kornbrennerei hinweist), die sich rechts neben der Dorstener Straße befindet, sowie die "alten Marken" der Brennerei, die als Etiketten noch vorhanden sind (siehe auch: Kotten Hülsmann).

Das neue Wohnhaus Dorstener Straße 177 auf dem ehemaligen Gelände der Kornbrennerei, aufgenommen um 1981. Im Vordergrund befindet sich ein Kleinbunker, der bei Umbaumaßnahmen der Dorstener Straße abgebrochen wurde. An dieser Stelle befinden sich heute der Bürgersteig sowie die neue Straßenführung.

So sah der Betrachter im Oktober 2012 nach Verbreiterungsarbeiten und einer neuen Straßenführung das Wohnhaus Dorstener Straße 177.

Das Wohnhaus Dorstener Straße 177 mit 18 Wohneinheiten, aufgenommen im Oktober 2012.

Quellennachweis:
25 Jahre Stadt Wanne-Eickel 1954.
Kultur und Wirtschaftschronik für die Stadt Wanne-Eickel 1971.
Interview mit Dieter Hülsmann am 16. Oktober 2012.

Fotonachweis:
Mit freundlicher Genehmigung durch Dieter Hülsmann, Heinrich Lührig.



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