Wanne-Eickel-Historie


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Kohlenpott

Kunst und Kultur

Kohlenpott


Kohlenstaub auf Wäscheleinen,
Nachbarn sich beim Bier vereinen.
Pflaster heiß vom Sonnenstrahl,
Reichtum ist nur eine Zahl.

In Kneipen bläut Zigarrenduft,
der Smog, er hängt oft in der Luft.
Ein Imbiss ist das Hasenbrot,
Zentralheizung, der Zeche Tod.

Die Taube ist des Kumpels Freund,
im Schrebergarten man sich bräunt.
Das Gebiss, es ruht im Glas,
auf Ascheplätzen wächst auch Gras.

Die Bratwurst, sie schmort auf dem Grill,
der Raufbold nicht nach Hause will
Gummitwist der Mädchen Sport,
Ehrlichkeit nicht nur ein Wort.

Bierdeckel in Fahrradspeichen,
Krupp Stahl ist ein Markenzeichen,
flimmern übers Kopfsteinpflaster,
Schnupftabak des Bergmanns Laster.

In dieser Zeit war ich ein Kind,
in der, wir waren noch nicht blind,
wir Menschen waren ein Komplott,
in unsrem stolzen Kohlenpott.

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Quellennachweis: Dieses Gedicht, Kohlenpott stammt aus der Feder des Röhlinghausers Norbert van Tiggelen.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig





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