Wanne-Eickel-Historie


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Karl-Heinz Borutta

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Auf den Spuren von Karl-Heinz Borutta


Karl-Heinz Borutta wurde am 8. Dezember 1935 als Sohn eines Bergmanns in der Paulstraße 19 in Bickern geboren. Schnell entdeckte er seine Liebe zum runden Leder. In seiner Jugend schloss sich Kalli, so sein Spitzname, in der Nachbarstadt Gelsenkirchen den ETuS (Eisenbahner- Turn und Sportverein) Bismarck 1931 an. Im Jahre 1955, verließ der damals 19-jährige Borutta, seinen Jugendverein und wechselte zum Nachbarverein FC Schalke 04. Hier schaffte der zweikampfstarke rechte Läufer auf Anhieb den Sprung in die Stammelf der Knappen.

Am 19. Dezember 1956 kam Karl-Heinz Borutta zu seinem ersten Länderspieleinsatz gegen Belgien, das er mit der Deutschen-Junioren-Auswahl U-23 mit 3:2 Toren gewann. Sein zweiter Einsatz war dann fünf Monate später, am 26. Mai 1957. Hier erreichte er in Bayreuth ein 1:1-Unentschieden gegen die Tschechoslowakei und am 26. Februar 1958 gewann er in Wuppertal mit 4:1 - erneut - gegen Belgien.

In die B-Nationalmannschaft wurde Borutta im Jahre 1957 dreimal berufen: am 6. März gewann das "B-Team" in München mit 4:0 Toren gegen Österreich, am 27. März reichte es in Essen zu einem 3:3-Unentschieden gegen die Niederlande und am 21. Dezember gelang in Budapest ein 2:2-Unentschieden gegen Ungarn.

Am 18. Mai 1958 gewann Karl-Heinz Borutta im Niedersachsenstadion von Hannover vor 80.000 Zuschauer gegen den Hamburger SV, das 3:0 endete, mit dem FC Schalke 04, die bislang letzte Deutsche Meisterschaft für die Knappen.


Meistermannschaft von 1958. In der zweiten Reihe von links: Karl-Heinz Borutta.

Im Jahre 1960 wechselte Karl-Heinz Borutta zum FC Bayern München in die Oberliga Süd, für die er von 1965 bis 1967 29 Bundesliga Einsätze bestritt.

FC Bayern München in der Saison 1965/66, stehend von links: Trainer Tschik Caijkowski, Rudolf Nafziger, Rainer Ohlhauser, Adolf Kunstwadl, Hans Nowak, Dieter Danzberg, Karl-Heinz Borutta, Spielerausschußvorsitzender Manfred Schwan. Kniend von links: Gerd Müller, Jakob Drescher, Fritz Kosar, Heinz Schneider, Josef Maier, Werner Olk, und Dieter Koulmann.

Karl-Heinz "Kalli" Borutta auf Sammelbilder des Bergmann Verlags aus Unna.

Obwohl Karl-Heinz Borutta seinen Lebensmittelpunkt nach München verlegt hatte, riss sein Kontakt zu den Königsblauen nie ab.

Am 29. April 2002 starb Karl-Heinz Borutta im Alter von 66 Jahren nach schwerer Krankheit. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Münchener Westfriedhof im Stadtbezirk Moosach.


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Quellennachweis: Einwohnerbuch Wanne-Eickel 1937.
100 Schalker Jahre - 100 Schalker Geschichten. Das offizielle Jubiläumsbuch des FC Schalke 04, 1. Auflage Mai 2004.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig.



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