Wanne-Eickel-Historie


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Karikaturen über Bruno Unkhoff

Kunst und Kultur > Menschen aus Wanne-Eickel

Es war einmal - oder auch nicht!


Im Jahre 1990 erschien von der Gruppe Helikon ein kleines Exposé über den Künstler Bruno Unkhoff mit dem Titel:

Es war einmal - oder auch nicht!


Illustriert vom Maler, Zeichner und Karikaturist Herbert Daniel und Texten von dem Schriftsteller Paul de Lepoèst, mit bürgerlichem Namen Paul Stöpel. Er schrieb zu diesem Werk folgendes Vorwort:

Die Gruppe Helikon setzt sich aus Menschen zusammen, die in dem Bewusstsein leben, nicht mehr nur Desinteressiert, einseitig ausgerichtete Forscher und unbeteiligte Zuschauer, sondern, nach dem schönen Wort Teilhard de Chardins, "Arbeit der Erde" zu sein, und die sich mit dem Schicksal der Menschheit solidarisch und in bemerkenswertem Maße auch für dieses Schicksal verantwortlich fühlen.

Wenn diese Gruppe hier nun ein kleines Exposé über ein Menschenleben vorlegt, so mit der Absicht, widerzuspiegeln und den Gang des Lebens und Sterbens, des Werdens und Vergehens, auf die ursprünglichste Art der Darstellung zu bringen: Wort und Bild gehen hier an das ewige alte Thema heran, das jeden angeht, an dem keiner vorbeikommt.

Herbert Daniel illustrierte den Bildhauer Bruno Unkhoff als Wassertropfen im Meer, als Einzelwesen, das dennoch dem Ganzen zugehörig ist und zu dem man als Spiegelbild bei der Betrachtung eine eigene vergleichende Beziehung gewinnt.

Zieht man aus der Daseinsbetrachtung von Bruno Unkhoff das buntschillernde Künstlerleben ab, bleiben dennoch das rein Existentielle; "ein Erdenleben im Spiegelbild der menschlichen Seele", ein Leben wie jedes andere auf diesem Planeten.



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Biographie


Wer waren die zwei Künstler, die die Broschüre: Es war einmal - oder auch nicht! erstellten?
Es waren der Maler, Zeichner und Karikaturist Herbert Daniel und der Schriftsteller Paul de Lepoèst, mit bürgerlichem Namen Paul Stöpel.
Hier werden sie kurz vorgestellt.

Herbert Daniel


Der Maler, Zeichner und Karikaturist Herbert Daniel wurde 1927 in in Burgaltendorf an der Ruhr geboren.

Von 1951 bis 1955 studierte Herbert Daniel an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen Gestaltungslehre bei Prof. Max Burchhartz und von 1955 bis 1958 Freie Grafik bei Prof. H. Schardt (Illustration) und bei Prof. Urbach (Akt und Portrait) und machte seinen Abschluss als Designer. Zuvor absolvierte er noch eine Lehre als Retuscheur.

Von 1959 bis 1963 war er Layouter in der Werbeabteilung von Klöckner-Werke in Duisburg. Seit 1964 war er freiberuflich tätig. Ab 1972 war er Karikaturist bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung WAZ. Ab 1973 arbeitete er als Pädagoge für Grafik an der Gewerblichen Schule Ost in Essen.

Seit 1982 war er Dozent der Universität Essen, 1983 bekam er eine Auszeichnung für Industrieverpackungsgestaltung. Seit 1991 war er Dozent am Institut für bildende Kunst in Wattenscheid. Herbert Daniel war seit 1973 Mitglied in der Künstlersiedlung Halfmannshof. Im Jahre 2010 verließ er aus gesundheitlichen Gründen die Künstlersiedlung. Herbert Daniel verstarb am Dienstag, 13. Mai 2014 im Alter von 86 Jahren in Gelsenkirchen-Buer.


Paul Stöpel


Unter dem Pseudonym Paul de Lepoèst, schreibt Paul Stöpel, recht erfolgreich.
Stöpel wurde am 21. Juli 1935 im ostpreußischen Trakehnen geboren. Nach der Flucht vor der näherrückenden Front verbrachte er den Rest seiner Jugendjahre in Klappholttal auf der Insel Sylt. Danach wurde die Ruhrgebietsstadt Wanne-Eickel zu seiner Heimat. Paul Stöpel arbeitete zunächst im Steinkohle- Bergbau und folgte im Jahre 1958 seiner Neigung zur Schriftstellerei und gründete mit literatisch interessierten Bergleuten die so genannte Spiegelrunde in Wanne-Eickel. Es war ein Literaturkreis, der gemeinsam diskutieren und selbst schreiben wollte. In den 1960er Jahren fand Stöpel in der Versicherungsbranche neue berufliche Perspektiven, kam aus persönlichen Gründen nach Wenden und wohnt jetzt in Lennestadt. Die Spiegelrunde nahm er mit. Die Mitglieder kommen aus dem Kreis Olpe, aus Köln, Berlin und natürlich Wanne-Eickel. Seit kurzem lebt er im Ruhestand. Die Bandbreite der von ihm veröffentlichten Texte ist groß.


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Quellennachweis: Es war einmal - oder auch nicht, Herausgegeben von der Gruppe Helikon, 1990.
Fotonachweis: Mit freundlicher Genehmigung durch: Hans-Joachim Gregor.


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