Wanne-Eickel-Historie


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Humor, Humor

Bergbau

Tagesgespräch auf den Zechen des Reviers


Eines Abends kamen zwei Fuhrleute auf Zeche Pluto zum Schachtreparatursteiger mit der Angabe, beauftragt worden zu sein, den Grubengaul Max von der 7. Sohle zu holen, der von morgen früh an seine Arbeit auf dem Nebenschacht verrichten müsse. Sämtliche Schachthauer halfen den Förderkorb für den Transport des Pferdes herzurichten. Das Pferd wurde aus dem Stall geholt, nach zweistündiger Arbeit zutage gefördert und durchs Zechentor - aber nicht zur anderen Schachtanlage gebracht, sondern am nächsten Tag in Gladbeck verkauft. Ein lebendiges Pferd von zwei Meter Schulterhöhe, aus 700 Meter Tiefe zu stehlen unter Hilfe von Beamten und einer Reihe von Bergleuten - das war noch nicht dagewesen! Langezeit war es Tagesgespräch auf den Zechen des Reviers - und die Luft bebte von dem Gelächter all derjenigen, die den tollen Streich zu würdigen wussten.


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Quelle: Lührig Heinrich: Anekdoten, Legenden und Geschichten aus Wanne-Eickel, S. 39, Röhlinghausen 1981.
Illustriert von Wolfgang Draesnerund Erich Liesgang.



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