Wanne-Eickel-Historie


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Hof Lechtape

Höfe und Kotten

Hof Lechtape


Der Hof Lechtape lag in der Gemarkung Eickel, Flur II, genannt Dorneburg, an der heutigen Hauptstraße gegenüber der Martinistraße, in der Grünzone "Sportpark Wanne".

Im Jahre 1736 wird erstmals der Lechtape Hof genannt, er wurde vom Gut Gosewinkel abgetrennt. Eine weitere Erwähnung finden wir in einer Kommissionssitzung am 21. Oktober 1773 in Eickel. Hier heißt es u.a.: "Stratmann im Langekamp, jetzt Heinrich Lechtape". Im Jahre 1795 wird ein Heinrich Wilhelm Lechtape genannt Stratmann als Miteigentümer (Langebeckmann und Stratmann) an den Hof Heidkamp erwähnt.

In einem Adressbuch für die Ämter Wanne und Eickel aus dem Jahre 1906 finden wir einen Heinrich Lechtape Senior sowie Junior, ausgewiesen als Landwirte, wohnhaft in der Victoriastraße 6. Im Jahre 1926 war hier der Fuhrpark der neuen Stadt Wanne-Eickel untergebracht.

In einem Einwohnerbuch für die Stadt Wanne-Eickel aus dem Jahre 1928 steht unter Lechtape folgender Eintrag: "Erben Lechtape, Hindenburgstraße 116". Unter gleicher Adresse waren auch Klusmann und Mehwald verzeichnet. Wann der Hof erstmals erwähnt oder erbaut wurde, liegt bis heute im Dunkeln der Zeitgeschichte. Der Ausschnitt einer Übersichtskarte des Kreises Gelsenkirchen aus dem Jahre 1902 ist mit die einzige Aufzeichnung für den Bestand des Hofes. Später richtete man hier ein Jugendheim ein. Der Hof fiel den Bomben des Zweiten Weltkrieges zum Opfer.

Nach Ausweitungen der Zechenanlagen der Zeche Shamrock 3-4 wurden das einstige Acker- und Weideland verkauft. Später kaufte die Stadt Wanne-Eickel das umfangreiche Gelände der "Hundewiese" auf und errichtete hier die heutige Grünzone "Sportpark Wanne".


Ausschnitt einer Übersichtskarte des Kreises Gelsenkirchen aus den Jahre 1902. Der Hofname Lechtape ist rot unterlegt. Der Hof befand sich an der heutigen Hauptstraße gegenüber der Martinistraße.

Der Hof Lechtape an der heutigen Hauptstraße gegenüber der Martinistraße, aufgenommen um 1920.




Das Bauernhaus Lechtape um 1927, hier war der Fuhrpark der neuen Stadt Wanne-Eickel untergebracht.



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Quellennachweis:
Adressbuch für die Ämter Wanne und Eickel, 1906.
Daniels, Johannes: Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Eickel. Wanne-Eickel, 1927.
Einwohnerbuch für die Stadt Wanne-Eickel 1928.
Höfken, Günther: Zur Geschichte des Hofes Heitkamp in Wanne, Bochum 1954.
Tagespresse Wanne-Eickeler Zeitung aus dem Jahre 1955.

Bildnachweis:
Sammlung Heinrich Lührig.
Kartenauszüge, mit freundlicher Genehmigung durch das Kataster- und Vermessungsamt der Stadt Herne.



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