Wanne-Eickel-Historie


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Herbert Stabenow

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Herbert Stabenow - Ein Leben im Zeichen des Bergbaus


Herbert Stabenow wurde am 3. Juni 1927 in Greifswald geboren. Im Jahre 1941 trat er eine Lehre als Metallflugzeugbauer an. Krieg und Gefangenschaft beendeten diesen Traumberuf. Die erworbenen Kenntnisse kamen ihm später zugute, als er nach englischer Kriegsgefangenschaft als Flugzeugmechaniker bei der alliierten Berliner Luftbrücke eingesetzt war.

Im März 1951 landete Herbert Stabenow, wie viele im Bergbau, als Lehrhauer auf der Zeche Pluto Wilhelm in Wanne-Eickel, qualifizierte er sich vom Grubenschlosser, später zum Maschinensteiger und zum Sicherheitsingenieur. Auf "seine Zeche", wie er sie nannte arbeitete er 35 Jahre lang (siehe auch: Die Zeche Pluto Wilhelm).


Herbert Stabenow (1927-2012)

Im Jahre 1968 trat Herbert Stabenow der CDU bei und wurde Kreisvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft. Von 1969 bis 1994 war er Ratsmitglied für die Herner CDU. Ehrenamtlich tätig war Herbert Stabenow unter anderem in der Kirchengemeinde Wanne-Mitte, dort bekleidete er 16 Jahre das Amt eines Presbyters. Weitere ehrenamtliche Tätigkeiten waren; beim Roten Kreuz, als ehrenamtlicher Richter am Oberverwaltungsgericht, in der Gewerkschaft.

Besondere Verdienste erwarb sich Herbert Stabenow in der Pflege der bergmännischen Tradition- und Kulturpflege (siehe auch: Das Drei-Männer-Eck). Er war Geschäftsführer des "Bundes Deutscher Bergmann-, Hütten- und Knappenvereine", wurde von 1992 bis 2004 zum Bundesvorsitzenden gewählt, deren Ehrenvorsitzender er wurde. Zudem war er Präsident der Vereinigten Europäischen Berg- und Hüttenleute. Herbert Stabenow war Mitinitiator des 9. Deutsche Bergmanns-, Hütten- und Knappentag vom 01. - 03. September 2000 auf dem Festplatz in Crange.

Am 1. Mai 1989 sendete West3 ein Portrait des "letzten Steiger aus Wanne". Der Autor und Filmemacher Uwe Penner beschreibt in seinem Film Werdegang und Lebenswerk des einstigen Steigers und mit ihm Wanne-Eickel, das nicht nur interessant ist, wenn der Mond aufgeht (O-Ton Uwe Penner).

Im Jahre 1997 verlieh ihm der Regierungspräsident das Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Für alle unerwartet verstarb Herbert Stabenow im Alter von 84 Jahren am 21. Januar 2012. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem evangelischen Friedhof in Wanne-Mitte.


Die letzte Ruhestätte der Familie Stabenow auf dem evangelischen Friedhof in Wanne-Mitte.



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Quellennachweis:
Penner, Uwe: West3, Portrait des "letzten Steiger aus Wanne".
Lührig, Heinrich: Interview mit Herbert Stabenow, September 2004.

Bildnachweis: Sammlung Heinrich Lührig.



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