Wanne-Eickel-Historie


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Gedenkstein der Synagoge

Denkmäler

Gedenkstein erinnert an die Synagoge


Am 19. September 1976 wurde an der Ecke Hauptstraße – Im Sportpark, im Eingangsbereich der Grünanlage Wanne-Süd ein Gedenkstein aus Granit mit einer bronzenen Tafel, in Anwesnheit des Landesrabbiners Emil Davidovic und andere gesellschaftliche Vertreter eingeweiht. Dieser Gedenkstein soll an die niedergebrannte Synagoge der jüdischen Gemeinde Wanne-Eickel in der Langekampstraße 48, in der Nacht vom 9. auf dem 10. November 1938 und den Opfern der Verfolgung erinnern.
Die Inschrift der Tafel, teilweise in hebräischer Schrift lautet:

ZUR ERINNERUNG AN DIE SYNAGOGENGEMEINDE IN
WANNE-EICKEL UND AN DIE JÜDISCHEN BÜRGER DIESER
STADT, DIE IN DEN JAHREN 1933 – 1945 OPFER DER
NATIONALSOZIALISTISCHEN GEWALTHERRSCHAFT WURDEN.


Am 16. September 1976 wurde der Gedenkstein durch
Dr. Julius Leser eingeweiht.


Fotonachweis: Bildstelle der Stadt Herne.

Die Bronzetafel, aufgenommen im März 1986 ist durch Witterungseinflüsse stark angelaufen und die aufgesetzten Buchstaben sind kaum lesbar.


Im Frühjahr 2003 wurde die Bronzetafel aus ihrer Verankerung gerissen und durch unbekannte Hand entwendet. Ob es sich hierbei um eine politische Tat oder um Vandalismus alkoholisierter Jugendlicher handelte blieb bislang ungeklärt.






Gedenkstein nach der gewaltsamen Entfernung der Bronzetafel, aufgenommen im August 2003.

Fotonachweis: Militzer



Gedenkstein erinnert an die Synagoge der jüdischen Gemeinde Wanne-Eickel in der Langekampstraße.


Ein Jahr später wurde die Gedenktafel durch eine neue ersetzt und wieder an ihrem angestammten Platz montiert.

Zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht konnte die Gedenktafel, die seit 1976 am Sportpark Wanne-Süd stand, an den historischen Ort (Langekampstraße 48) umziehen. Bei der Enthüllung der Tafel im Anschluss an die Gedenkveranstaltung betonte Oberbürgermeister Horst Schiereck die Wichtigkeit, an den konkreten Orten zu erinnern, an denen jüdisches Leben stattgefunden hat.


Am 9. November 2013 wurde die Gedenktafel, die seit 1976 am Sportpark Wanne-Süd stand (Bild links), an den historischen Ort (Langekampstraße 48) feierlich enthüllt.



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Quellennachweis: 50 Jahre Amt Wanne, Wanne 1925. WAZ vom 29. Oktober 1988. WAZ vom 9. November 1988.
Piorr, Ralf: Zur Geschichte der Juden in Herne und Wanne-Eickel, S. 238 ff.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig



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