Wanne-Eickel-Historie


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Friedrich Winter

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Amtmann Friedrich Winter


Friedrich Winter wurde am 5. Februar 1853 in Gehringhausen bei Bünde in Westfalen geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bielefeld, trat Friedrich Winter in den frühen 1870er Jahren in den preußischen Verwaltungsdienst ein.

Von 1875 bis 1876 leistete er den Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger im Kürassier-Regiment in Münster. Im Anschluss an seine Tätigkeit beim Landratsamt Bielefeld war er von 1879 bis 1880 Beamter der Königlichen Regierung Arnsberg. Von 1881 bis 1886 war Winter zunächst kommissarischer Amtmann, dann Amtmann in Eslohe, Kreis Meschede. Am 1. Januar 1887 übernahm Friedrich Winter die Führung des Amtes Wanne im Landkreis Gelsenkirchen.


Friedrich Winter (1853 - 1913).

Während seiner bis 1913 dauernden Amtszeit in Wanne wuchs die Einwohnerzahl infolge der starken Industrialisierung und dem Zuzug Auswärtiger von 9.407 Einwohnern auf 56.875 Einwohner. Die steigenden kommunalen Einnahmen und ebenso die wachsende Bedeutung der Gemeinde ermöglichten den Ausbau der Infrastruktur.

Nachdem 1897 durch allerhöchsten Erlass die Umbenennung der Gemeinde Bickern nach dem Namengebenden Amt in Wanne erfolgte, wurde in den Jahren 1899/1900 die Anlage des
Kaisergarten, des heutigen Stadtgarten mit dem 1898 bis 1901 errichteten Kaiserbrunnen realisiert. Von 1903 bis 1905 gelang es einen Neubau des Amtshauses zu verwirklichen.

Friedrich Winter war neben seiner Amtstätigkeit unter anderem Gründer sowie Vorstandsmitglied des Gefängnisfürsorgevereins, Vorsitzender und Ehrenwart des Deutschen Flotten-Vereins, Ortsgruppe Wanne.

Zum 25-jährigen Dienstjubiläum, am 1. Januar 1912, verlieh die Gemeinde Wanne Friedrich Winter die Ehrenbürgerwürde, wenige Tage darauf folgte die formale Benennung einer Straße nach ihm, die "Winterstraße". Auf Antrag des Oberbürgermeisters der Stadt Wanne-Eickel wurde die Winterstraße mit Bekanntmachung vom 27. April 1933 in Amtmann-Winter-Straße umbenannt.

Friedrich Winter verstarb am 26. Februar 1913 in Wanne und wurde auf dem Friedhof an der Post, Moltkestraße, heute Claudiusstraße beigesetzt.


Am 6. April 1995 erfolgte die Eintragung des Grabmales als Gedenkstein in die Denkmalliste der Stadt Herne unter der Denkmal Nr. A 588.



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Quellennachweis: Wanner Tageszeitung aus dem Jahre 1913.
Hildebrandt, Manfred, Frensel Ralf, Bodeux, Jeannette, Heiserholt, Franz: HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße. Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1995, S. 47 f.

Bildnachweis: Sammlung Heinrich Lührig.


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