Wanne-Eickel-Historie


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Ein neuer Straßenname entsteht

Späte Ehrung, ein neuer Straßenname entsteht


Dass zwei voneinander getrennte Straßen in einem Stadtteil den gleichen Namen tragen, war lange Jahre bei auswärtigen Besuchern, aber auch bei ortskundigen Röhlinghauser Bürgern sehr verwirrend. Diesen Umstand verdankt Röhlinghausen der kommunalen Neugliederung. Da schon in der Herner Innenstadt eine Bahnhofstraße existierte, wurde die kleinere Röhlinghauser Bahnhofstraße in Bergmannstraße umbenannt und so eine Verbindung zum bereits bestehenden Namensvetter im westlichen Teil hergestellt, den man nun als einen Straßenzug ansah. Nachdem die östliche und westliche Bergmannstraße durch das Wohnumfeld-Programm der Stadt Herne durch Abbindung der westlichen Straße in zwei klar voneinander getrennte Straßenzüge zerfallen war, benannte im Mai 1989 der Lokalhistoriker Heinrich Lührig den einen Teil der Bergmannstraße symbolisch in einer Aktion in "Albert-Kelterbaum-Straße" um und stellte die Umbenennung öffentlich zur Diskussion. Das "neue Straßenschild" trug nicht nur den Namen, sondern auch die Geburts- und Sterbedaten Albert Kelterbaums, sowie die Unterzeile "Zille des Reviers" als Zusatzerklärung.

Fast zwei Jahre warb Lokalhistoriker Heinrich Lührig für die Idee der Straßenumbenennung, ehe er im Jahre 1991 die Unterstützung durch den Fraktionsvorsitzenden der Eickeler SPD Gerd Bollmann erhielt. In einer Sitzung der Bezirksvertretung Eickel wurde im März 1992 einstimmig der Vorschlag angenommen, in den Räumen der Herner Sparkasse, Zweigstelle Röhlinghausen, eine Ausstellung zur Erinnerung an den Röhlinghauser Künstler durchzuführen, mit dem Ziel, die Röhlinghauser Bevölkerung, insbesondere die Anwohner der Bergmannstraße zu befragen, ob der östliche Teil der Straße umbenannt werden sollte. Das Abstimmungsergebnis konnte kaum eindeutiger sein. Von 70 befragten Röhlinghauser Bürgern, sagten lediglich drei "nein" zur Umbenennung. Daraufhin beschloss die Bezirksvertretung Eickel im September 1992, die östliche Bergmannstraße in Albert-Kelterbaum-Straße umzubenennen.

In der Röhlinghauser Sparkassenfiliale eröffnete Bezirksvorsteher Manfred Eckenbach (Bildmitte) am 27. April 1992 die Albert Kelterbaum Ausstellung.

Maria Kelterbaum, Gattin des Millieumalers, war Mitelpunkt der Austellung. Hier im Gespräch mit Lokalhistoriker Heinrich Lührig.


Symbolisch Umbenannt wurde am 26. Mai 1989 eine der zwei Röhlinghauser Bergmannstraßen.




Mit den Worten: "Das ist eine große Ehre", bewunderte Maria Kelterbaum, die Ehefrau des 1972 verstorbenen Künstlers, im November 1992 das neue Straßenschild mit dem Namenszug ihres Ehemannes. Somit konnte nach fast dreieinhalb Jahren der "steinige Weg" von der symbolischen bis zur offiziellen Straßenumbenennung beendet werden. ( siehe auch: Zille des Reviers)


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Quelle: Lührig, Heinrich / Schmitz, Gerhard: Röhlinghausen Wanne-Eickel III, Geschichte und Geschichten aus einem Stadtteil der südlichen Emscherregion, 2. erweiterte Auflage, Herne 1997, S. 191 f.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig


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