Wanne-Eickel-Historie


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Eickeler Markt

Eickeler Markt


Info Tafel: Nummer 10


Aufgestellt am: 4. September 1998
Standort: Eickeler Markt
Gestiftet: SPD Ortsverein Eickel
Schirmherrschaft: Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e.V.



Der "Eickeler Markt" erinnert an den alten Dorfkern Eickels. Dort wurde das Eickeler Gotteshaus - gewidmet Johannes dem Täufer - errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1321 berichtet von den "Rektoren der Kapelle zu Eyclo". Die im 14. /15. Jahrhundert erbaute Kirche wurde 1890 abgebrochen.

1750 fanden im Kirchspiel Eickel drei Jahrmärkte statt, nämlich zu den Festen Mariä Verkündung (25. März), Mariä Geburt (8. September) und zum St. Michaelstag (28. September). Am 25. April, 28. Juni und 29. September veranstaltete man Kram- und Viehmärkte, verbunden mit einem Zwiebelmarkt. Nach Aufhebung der Krammärkte im Jahre 1907 und Einführung von drei weiteren Viehmärkten fanden diese alle zwei Monate statt. Heute werden die Wochen- und Jahrmärkte auf dem benachbarten "St.-Jörgen-Platz" abgehalten.

Die zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870 / 71 auf dem Eickeler Markt errichtete "Siegessäule" sollte laut Beschluss des Verschönerungsvereins Eickel vom 13. Mai 1908 auf den Wilhelmsplatz (heute St.-Jörgens-Platz) umgesetzt werden. Wegen heftiger Proteste wählte man schließlich den Eickeler Volksgarten als Standort.

Der "Hohezollern-Brunnen" wurde aus dem Reinertrag einer Wohltätigkeitsveranstaltung mit einem Kostenaufwand von 200. 000 Mark erbaut und am 13. November 1909 eingeweiht. Entwurf und Ausführung stammen von dem Münchener Bildhauer Lorenz Schwind. Die Brunnenfigur wurde am 18. April 1940 demontiert und im Rahmen der "Metallspendenaktion" eingeschmolzen. Nachkriegspläne zur Wiederherstellung des Brunnens konnten nicht realisiert werden. 1960 wurde auch der Sockel abgebrochen.

Am 30. November 1912 eröffnete man im Gartmann`schen Saal das erste kommunale Kino des Deutschen Reiches. In den frühen 20er Jahren wurde das Lichtspieltheater wieder kommerzialisiert und ist noch als "Atrium" in Erinnerung.

Im Jahre 1998 konnte die Neugestaltung des "Eickeler Marktes" abgeschlossen werden.

Ansicht der Johann-Baptist-Kirche auf dem
Eickeler Marktplatz um 1885.

Der Hohenzollernbrunnen, ein Entwurf des Bildhauers
Lorenz Schwind um 1915.

So begegnete dem Eickeler Bürger der Marktplatz im Jahre 2004.

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