Wanne-Eickel-Historie


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Dorneburg

Dorneburg


Info Tafel: Nummer 2

Aufgestellt am: 30. April 1994
Standort: Königstraße 72 vor dem Eingang
der Schule an der Dorneburg
Gestiftet: Mitglieder der Gesellschaft für Heimatkunde und Bürger
Schirmherrschaft: Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e.V.


Bereits 1243 wird die Familie Dorneburg genannt, die vielleicht schon damals einen von Gräften und Wällen umgebenen Adelssitz bewohnte. Als Dienstmann des Grafen von der Mark wird Conradus de Dorenburg in dieser Zeit als Zeuge im Zusammenhang mit den Rittern von Strünkede urkundlich erwähnt. Rutger von Dorneburg nannte sich 1345 mit Beinamen Aschebrock; er hatte die Funktion des Amtmanns von Bochum. Um 1445 geriet die Dorneburg an die Familie von Loe. Der Burg- oder Hausgraben wird erstmals 1579 urkundlich erwähnt.

1669 gelangt das Anwesen durch Heirat der letzten Erbtochter Elisabeth Klara von Loe mit Conrad von Strünkede in dessen Besitz. Dieser erhielt 1690 vom brandenburgischen Kurfürsten den "Lehnbrief über die Herrlichkeit Dorneburg" mit der "Civil-Kriminal-Jurisdiktion" sowohl über seinen Burgbezirk als auch über Bickern, Eickel, Holsterhausen, Röhlinghausen und die Riemker Mark. Durch geschicktes Tattieren verstand es Conrad, 1717 auch Gut Gosewinkel in den Dorneburger Besitz einzugliedern. Dieser geriet 1749 in Konkurs. Zur Konkursmasse gehörte u.a. das " adelige Haus Dorneburg nebst Wällen, Graben, Gärten, Baumhof, Jagd, Fischerei, Taubenflucht und sonstige Freiheiten ".

Der Danziger Hauptmann von Kuschinsky kaufte die Dorneburg. Anfang des 19. Jahrhunderts erbte die Familie Untzer die Anlage. Nach einem Brand 1844 wurde das Haupthaus und die Ökonomie mit Mühle als klassizistische Bauten unter Wiederverwendung des barocken Portals von Haus Gosewinkel neu errichtet. 1866 ging der Besitz an den Landwirt Heinrich Riemann, der ihn später an die Hibernia AG verkaufte.

Bis zu seiner Zerstörung durch Bomben 1942/43 war der ehemalige Adelssitz zeitweise Gaststätte, Gefangenlager und Wohnhaus. Die Ruine wurde 1951/55 abgetragen.

Ende Juli 2008 wurde die Info-Tafel abgesägt und im Gebüsch für einen Abtransport versteckt. Die Gesellschaft für Heimatkunde, als Schirmherr wurde informiert, ohne Erfolg. Monate später fehlte von der Tafel jede Spur.

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