Wanne-Eickel-Historie


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Dorf Crange

Dorf Crange


Info Tafel: Nummer 8


Aufgestell amt 10. September 1998
Standort: An der Cranger Kirche Nr. 1
Gestiftet: Förderverein Haus Crange
Schirmherrschaft: Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e.V.


Der Standpunkt liegt auf historischen Boden, im Krengel der Emscher, der dem Dorf Crange seinen Namen gab. Der Ort wird erstmalig 1286 in Verbindung mit einem Johannes von Crange erwähnt. 1484 wird Crange zu einer Freiheit erhoben, der öffentlich das Marktrecht zum Verkauf der Pferde aus dem Emscherbruch zuerkannt wird. Auf dieses Marktrecht ist die alljährlich stattfindende Cranger Kirmes zurückzuführen.

Die Straßen Altcrange und die noch vorhandenen Fachwerkhäuser sind letzte Zeugen der Vergangenheit. Hier im Schutz der Burg und der Emscher wohnten die Lehnsleute der Herren von Crange. Die Häuser sind entweder mit dem Giebel und dem Deelentor zur Straße gestellt, sogenannte Längsdeelenhäuser, bei denen der Wohnteil hinter der Deele lag, oder parallel zur Straße als Querdeelenhäuser mit dem Eingang neben der Deele. Noch sind sieben Häuser in Fachwerk erhalten, die Häuser Nr. 3, 4, 6, 7, 10, 11 und 12. Ihre Geschichte erzählen uns die Torbalken. Das wohl älteste stammt aus dem Jahre 1746, die übrigen aus dem 19. Jahrhundert. Die Straße Altcrange war die Verbindung zum Haus Crange, das am östlichen Ende der Straße liegt.

Neben den Bauernhäuser sind noch folgende Häuser im Kranz der Emscher bekannt: Das Brauhaus wurde 1647 erbaut und 1946 abgebrochen. Die Mühle wurde 1640 erstmalig erwähnt und im 20. Jahrhundert abgebrochen. Die Schule wurde 1569 erstmals als Pfarrhaus erwähnt, 1845 zur Schule umgebaut und 1968 abgebrochen. Die Cranger Kapelle wurde 1449 erbaut und 1873 abgerissen.

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