Wanne-Eickel-Historie


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Die Siegessäule

Denkmäler

Krieger- und Siegesdenkmal auf dem Eickeler Markt


Der Eickeler Markt stand im Mittelpunkt des dörflichen Geschehens, als im Jahre 1871, der Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Frankreich, am 18. Juni eine Friedenseiche gepflanzt wurde. Die Tageszeitung der „Märkische Sprecher“ forderte an diesem Tag die Bürger zur Beflaggung ihrer Häuser auf. Vier Jahre später, am 2. September 1875 wurde der Grundstein für die Errichtung eines Krieger- und Siegesdenkmal gelegt. Die Siegessäule stand auf einem vierstufigen Unterbau, der einen quadratisch verzierten Sockel mit einer bronzenen Reliefdarstellung mit Eisernem Kreuz in einem Lorbeerkranz darstellte. Die Tafeln auf dem Sockel trugen die Namen der Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges und die Inschrift:

Die Gemeinde Eickel, Bickern und Röhlinghausen
ihren in dem Feldzug von 1870/71 gefallenen Söhnen.


Auf der Seitenfläche waren die Namen der Gefallenen verzeichnet:

Heinrich Friedrich Pette, Heinrich Friedrich Hülsmann,
Johann Heinrich Knop genannt Möller und Friedrich Heinrich Leifert.


Oberhalb des Sockels erhob sich die dreistufige bronzene Säule. Der untere Abschnitt zierte die Reliefdarstellung einer umlaufenden Lorbeergirlande. Der Mittelteil zierte im unteren Abschnitt eine Reliefdarstellung Kaiser Wilhelm I., im oberen Teil eine weitere umlaufende Lorbeergirlande. Über die reich verzierte Plattform erhob sich als Abschluss der Säule eine Bronzeskulptur der Viktoria mit Lorbeerkranz.
















Auf dem Eickeler Marktplatz wurde 1875
ein „Krieger- und Siegesdenkmal“ errichtet.


Im Rahmen baulicher Veränderungen des Platzes wurde die Siegessäule unter großem Protest seitens der Eickeler Bürgerschaft in den Eickeler Volksgarten verlegt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal stark beschädigt. Die Tageszeitung WAZ berichtet wie folgt:

„Seit wenigen Tagen ist sie ganz verschwunden und keiner weiß, wie es geschah. Nicht einmal das Gartenamt kann Auskunft geben. Die Säule ist unauffindbar. Wie ein Veteran von 1871 – einfach weggetreten“.


Im Jahre 1908 wurde das „Krieger- und Siegesdenkmal“
in den Eickeler Volksgarten verlegt.



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Der ehemalige Standort der Siegessäule im Eingangsbereich des
Eickeler Volksgarten, Ecke Lohofstraße links und Burgstraße rechts, aufgenommen im März 2009.


Quellennachweis: Hegler, Gustav: Eickel-Wanne einst und jetzt, 1903. WAZ vom 13. 07. 1957.
Lührig, Heinrich: Wanne-Eickel, Ausflug in die Vergangenheit, 1984. Lührig, Heinrich: Wanne-Eickel in alten Ansichten, 1992.

Lührig, Heinrich: DVD, Geschichte vor Ort: Schauplatz Eickeler Markt, 3/2006.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig



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