Wanne-Eickel-Historie


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Die Not dieser Zeit

Kunst und Kultur

Die Not dieser Zeit


Die Armut, die ist jetzt riesengroß,
das spürt nicht nur, wer arbeitslos.
Das spüren wir alle, wir Großen und Kleinen,
und manchmal gibt es Grund zum Weinen.
Das Geld müsste nötig aus Gummi sein,
zu lindern all` die Not und die Pein.
Doch eines, das ist uns allen gut,
wir brauchen doch nicht Strumpf und Hut.
Ach möcht` der Sommer noch lange nicht enden,
denn einmal wird doch alles sich wenden;
denn einmal möchten vom Glück wir doch trinken,
dass nicht immer am Morgen die Sorgen schon winken.
Die Sorgen, die nehmen den Lebensmut,
wo der aber fehlt, da ist`s nicht gut.
Denn nicht nur die Nahrung gehört zum Leben,
der Frohsinn, der darf vor allem nicht fehlen.
Ist der noch im Hause, geht`s immer noch,
wenn auch Schmalhans ist dort der Koch.
Schmalhans, dem möchte man gönnen den Tod,
doch der versteht es zu sichern sein Brot.
Genug nun des Jammerns, wenn vorbei diese Plage,
genießen wir dankbar, bessere Tage.

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(im Sommer 1931)

Quellennachweis: Dieses Alltagsgedicht stammt aus der Feder von Elisabeht Pfromm, geb. Degenhardt (1891-1962) aus Röhlinghauser.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig.


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