Wanne-Eickel-Historie


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Die Eickeler Postgeschichte

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Die Eickeler Postgeschichte


Als „Königliche Preußische Postexpedition“ wurde am 01. Mai 1864 das Postamt Eickel im Hause der Witwe A. B. Löns (später Feldhege) an der Herzogstraße gegründet. Zum Amtsbereich gehörten die Gemeinden Eickel, Hordel, Röhlinghausen, Bickern – dem späteren Wanne - Crange und Holsterhausen. Vor dem Mai 1864 gehörte Eickel zum Landzustellbereich des Postamtes Bochum. Neben dem Leiter des „neuen“ Postamtes war ein Landbriefträger (Gustav Hegler) beschäftigt. Er hatte einen Bereich zu versorgen, in dem 30 Jahre später etwa 30 Briefträger beschäftigt wurden. Postverbindungen bestanden nur mit Bochum durch einen zweimal täglich verkehrenden Personenpostwagen, der ab 1872 bis Wanne weiterfuhr.

Mit Eröffnung des Bahnhofs Wanne an der Bahnlinie Köln – Minden traten für das Postamt Eickel erste Veränderungen ein. Die Gemeinde Bickern und ein Teil Röhlinghausens wurde abgetrennt und dem 1872 eröffneten Postamt Wanne zugeteilt.

Zum 01. Oktober 1873 wurde das Postamt Eickel in das Haus des Postverwalters Cordes, Herzogstraße, verlegt. Die ab 01. Oktober 1875 eingerichtete Telegraphenstation wurde zum 01. Januar 1876 dem Postamt Eickel angegliedert.



Die erste Posthalterin von Eickel, Witwe A. B. Löns,
aufgenommen um 1863.
Fotonachweis: Maria Weber- Keinhorst.



Ab dem 01. Mai 1886 wurden weitere Teile des Zustellbereichs von Eickel abgetrennt und dem Postamt Wanne zugeteilt.

Zwei Jahre später, am 01. Mai 1888, zog das Postamt in das Haus des Anstreichermeisters Oelling, Bahnhofstraße 25 (später Kaiserstraße, jetzt Hauptstraße). Kurz darauf, am 01. Oktober 1889, wurde die Gemeinde Hordel und zum 16. April 1896 die Gemeinde Hofstede vom Postamt Eickel abgetrennt und dem Postamt Bochum angegliedert.

Ein weiterer Umzug stand bevor. Am 01. Mai 1898 wurde das Postamt im Hause des Landwirts Vietinghoff, Bismarckstraße 11d (jetzt Richard-Wagner-Straße) untergebracht. Das Haus ging später in den Besitz der Brauerei Hülsmann über.



Das Kaiserliche Postamt in der Bismarckstraße 11d, um 1910.

Am 01. Oktober 1910 wurde Holsterhausen nach Eickel eingemeindet. Gleichzeitig wurde die Postzustellung für den gesamten Bereich dem Postamt Wanne zugeteilt.

Mit der Eingemeindung 1926 verliert das Postamt Eickel seine Selbständigkeit. Es wird dem Postamt Wanne angegliedert und führt nun die Bezeichnung „Wanne-Eickel 2“. Im Krieg wurde das Haus, in dem das Postamt untergebracht war, zerstört. Der Betrieb konnte in anderen Räumen in der Richard-Wagner-Straße weitergeführt werden.

Poststempel von 1871, 1908, 1926 bis 1929.

Am 01. Dezember 1952 konnten neue Räume in der Hauptstraße 27 bezogen werden. Im Rahmen der Gemeindeneuordnung änderte sich die postalische Bezeichnung im Jahre 1975 in „Herne 23“.


Die ehemalige Postdienststelle in der Hauptstraße 27. Am Eingang links, ist noch der Abdruck des Briefkastens zu erkennen.

Nach umfangreichen Umbauarbeiten mussten die Mitarbeiter der Postdienststelle einen weiteren Umzug mitmachen. Am 28. November 1988 wurden neue Diensträume in der Herzogstraße 2 übernommen.

Die Post in der Herzogstraße 2, Ecke Eickeler Markt aufgenommen im März 2006.

Vom Postexpediteur Winterhoff mit dem Landbriefträger Hegler über den letzten Postmeister Hermann Brieh bis zum Betriebsleiter Klaus Schwarze spannt sich ein weiter Bogen der Eickeler Postgeschichte.

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Quellennachweis:
Pressemitteilung der Postverwaltung Herne 1, Dezember 1988.
Dr. Hengst, Werner: Ein Beitrag zur Postgeschichte der Stadt Wanne-Eickel bis zu ihrer Gründung im Jahre 1926, Mai 1982.
Der Emscherbrücher Ausgabe 1984: Die Entwicklungsgeschichte des Postwesens in Wanne-Eickel, S. 26 ff.
Lührig, Heinrich: Wanne-Eickel Ausflug in die Vergangenheit, S. 31 f. 1984.
Lührig, Heinrich: Wanne-Eickel in alten Ansichten, S. 32 f.1992.

Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig


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