Wanne-Eickel-Historie


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Die alltäglichen Küchenrezepte

Hausmannskost

Die alltäglichen Küchenrezepte „der kleinen Leute“.


Wie haben sie ausgesehen, die alltäglichen Küchenrezepte „der kleinen Leute“, der Kötterfamilien oder der Bergmannsfrauen, der Zuwanderer aus Ost- oder Westpreußen, aus Pommern, Polen oder Schlesien, aus Hessen- oder Rheinland, die unsere Küchen- und Speisepläne bereichert haben?

Sie wurden von Generation zu Generation mündlich von der Mutter an die Tochter weitergegeben oder hier und da mal in schönster Sütterlinschrift in einer Kladde festgehalten und tauchen heute wieder als gute heimische „Spezialitäten nach Großmutters Rezepten“ auf. Doch viele Hausfrauen, die diese alten Küchenrezepte heute nach kochen wollen, stellen fest, dass dieses gar nicht so einfach ist. Oft fehlen hier die alten Aufzeichnungen, so dass die Frage auftaucht: Wie hat das unsere Mutter eigentlich gekocht, was uns als Kinder immer so gut geschmeckt hat? Weiß das denn heute keiner mehr?“ Wir geben hierzu die Antwort!

Wer aber über „Kochen im Ruhrrevier“ erzählen will, kommt an dem berühmten Namen einer Pfarrerstochter nicht vorbei – Henriette Davidis. Sie wurde am 1. März 1801 in Wengern geboren und schrieb den „Küchen-Bestseller“ des 19. Jahrhunderts, mit dem Titel: „Zuverlässige und selbstgeprüfte Recepte der gewöhnlichen und feinen Küche“. Als Autorin zahlreicher Kochbücher und Erziehungsschriften wurde sie weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Mit ihr wurden auch zwei Worte berühmt: „Man nehme...“

Henriette Davidis arbeitete als Haushälterin bei einem Verleger in Wuppertal. Ihm fragte sie zuerst, ob er das von ihr verfasste Kochbuch verlegen würde. Der gute Mann lachte sie aus, was er zeit seines Lebens bereuen sollte. Henriette suchte sich nämlich einen anderen Verleger, der mit der Herausgabe ihres Kochbuches in eine „Marktlücke“ stieß. Das Kochbuch erschien erstmals im Jahre 1845 und war 1876 ein „Bestseller“ der seither in der 21. Auflage gedruckt und in vier Sprachen übersetzt wurde. Henriette Davidis, lebte und arbeitete über 20 Jahre in Dortmund. Sie verstarb am 3. April 1876 und wurde in Dortmund begraben; zum Gedenken an sie wurde unter anderem eine Straße nach ihr benannt.


Die eingemauerte Ehrentafel an der
Eisenbahnunterführung, Henriette Davidis Weg.

In Wetter-Wengern wurde zu Ehren ein Weg nach der berühmtesten deutschen Kochbuchautorin genannt.

Sollte sie einmal der Weg in den Westfalenpark nach Dortmund führen, so nehmen sie sich die Zeit und besuchen sie das 1988 eröffnete: Deutsche Kochbuchmuseum im Museum Buschmühle - An der Buschmühle (Westfalenpark in Dortmund). Im Bestand des Museums befinden sich ca. 2000 Kochbücher vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Das Museum widmet sich der Kulturgeschichte des Kochens, Essens und des Trinkens.

Ein altes westfälisches Sprichwort lautet:

Gut Äten un Drinken hält Lief un Säle binänner, bätter as Isenbänner!
(Gutes Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen, besser als Eisenbänder!)

Guten Appetit beim nach Kochen!



Pfefferpotthast

Eine westfälische Gulasch-Version, die in der Westfalenmetropole Dortmund erfunden wurde; gilt daher als Dortmunder Nationalgericht.



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Dicke Bohnen


Dicke Bohnen werden im Volksmund auch Schweine-, Sau- oder Pferdebohnen genannt. Sie sind das Leibgericht des Münsterländer, dort bezeichnet man sie als Graute Baunen.



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Linsen süß-sauer mit Blotwoosch

Den Nährwert der eiweiß- und kohlehydrathaltigen Hülsenfrüchte wusste man in Zeiten schwerer körperlicher Arbeit bei gleichzeitigen geringen Einkommen besonders zu schätzen.



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Omas geröstete Grießsuppe

Die geröstete Grießsuppe basiert auf wenigen Zutaten und machte satt, wenn wieder einmal "Schmalhans Küchenmeister" war.




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Deppekooche

Das Gericht wird seit Jahrhunderten als das Martinsessen schlechthin an der Mosel angesehen und um den 11. November noch immer traditionell in den Gaststätten angeboten.



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Grünkohl mit Pinkel

Die Grünkohlsaison beginnt offiziell am Buß- und Bettag, wenn der Grünkohl den ersten Frost bekommen hat.


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Himmel und Erde

Ist schon seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Seinen Namen hat es wohl daher, dass seine Grundbestandteile Äpfel und Kartoffeln sind.


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Struwen („Püfferchen“)

Struwen ist ein altes Gericht, welches traditionell am Karfreitag gegessen wird.


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Biersuppe

Wie man eine Biersuppe machte, das gehörte vor vielen
Jahren zu den Grundkenntnissen jeder Hausfrau.



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Arme Ritter

Arme Ritter oder Blinder Fisch ist ein einfaches, süßes Gericht aus altbackenen Brötchen oder Weißbrotscheiben.



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Bigos


Ein traditionell, herzhaft und leckerer polnischer Eintopf.



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Eickeler Milchsuppe



In der Nachkriegszeit gehörte Milchsuppe
bei vielen Hausfrauen zum Alltag.



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Soleier à la Röhlinghausen


Jeder Haushalt hatte früher sein eigenes Geheimrezept.



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Pannekoken met Pillewörmern

Pillewörmer übersetzt man aus dem Westfälischen
ins Hochdeutsche mit "Regenwürmer".



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