Wanne-Eickel-Historie


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Deppekooche

Hausmannskost

Deppekooche



Deppekooche sagt man an der Mosel zu Schales oder Scholes. Aus der jüdischen Küche entliehen, wird das Gericht seit Jahrhunderten als das Martinsessen schlechthin an der Mosel angesehen und um den 11. November noch immer traditionell in den Gaststätten angeboten. Das wiederum geht auf die mittelalterliche Verordnung zurück, die den Pächtern an Martini Pacht und Holzgeld abverlangten. Die Herrschaften spendierten zu der Gelegenheit eine Mahlzeit: die einen eine Gans oder ein Huhn, die andern eben „nur“ Deppekoochen, die „Arme-Leute-Gans“.


Zutaten für 4 Personen:

2,5 kg. rohe Kartoffeln
2 Eier
2 Zwiebeln
100 g. Dürrfleisch (durchwachsener geräucherter Bauchspeck)
eine Prise Salz, Pfeffer, Muskat und Öl für den Bräter

Abwandlung:
Mettwurstwürfel, etwas Mehl
1 eingeweichtes und ausgedrücktes Brötchen


Die Kartoffeln schälen und roh reiben. Gut ausdrücken und mit Eiern, Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Das Dürrfleisch und die Zwiebeln würfeln und anbraten. Mit dem Fett in den Teig rühren. Einen Gußbräter auspinseln, den Teig einfüllen und kleine Dellen hineindrücken. Über den Teig einen mageren Ölfilm gießen. Bei 220 Grad im vorgeheizten Ofen etwa 2 Stunden backen.

Abwandlung:
In den rohen Teig zusätzlich Mettwurstwürfel, Mehl oder ein Brötchen mischen.
Der Deppekoochen wird heiß mit Apfelmus gegessen. Damit man ihn besser verträgt, steht eine Flasche Moselhefe auf dem Tisch.


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