Wanne-Eickel-Historie


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Brückenkran

Kunst und Kultur

Wandbild stellt Brückenkran da

Titel:

Brückenkran am Westhafen

Künstler/in:

Grafikdesign Blickfang

Material:

Folie

Aufgestellt:

Juli 2012

Standort:

An der Cranger Kirche 1
Ecke Dorstener Straße, am Cranger Tor.


Ins Auge springt dem Betrachter der Seitengiebel des Hauses. Die rund 35 Quadratmeter große Folie mit dem Bild des ehemaligen Brückenkran Nr. 4, bedruckt durch die Firma Blickfang Grafikdesign aus Recklinghausen, gibt dem neuen Biergarten seinen Namen "Zum krummen Hund".

Die "krummen Hunde", Brückenkräne am Westhafen hatten sich im Laufe der Jahre zum Wahrzeichen des Westhafens und der ehemaligen Stadt Wanne-Eickel entwickelt. Ihre Silhouetten glichen einem Hundehals und- kopf, weshalb der Volksmund die Riesenkräne am Westhafen "krumme Hunde" nannte.

Am 5. März 1928 wurde das nördliche Verladeufer durch drei elektrische Brückenkräne mit Wippauslegern von je 12 Tonnen Tragfähigkeit und 27 Meter Ausladung ausgerüstet. Sie ersetzten die älteren Portaldrehkräne. Der Wippausleger von Brückenkran Nr. 4 (er wurde 1927 von der Firma DEMAG aus Duisburg erbaut) besaß einen Triebstocksegment-Antrieb. Hierdurch ergab sich die auffallende Konstruktionsform dieses Krantyps, der ihm im Volksmund die weitverbreitete Bezeichnung "krummer Hund" eingetragen hat. Der Brückenkran mit beweglichem Ausleger, dessen Schnabelrolle ständig auf gleicher Höhe blieb, war mit einer großen Holzkabinenkonstruktion ausgestattet und wies ein Gesamtgewicht von 320 Tonnen auf. Er stand auf 2 Fahrschienen mit einer Spurweite von 21 Metern, die Gesamtbreite betrug 35 Meter, seine Höhe ca. 30 Meter. Als einer der ersten elektrisch betriebenen Kräne war er ein Prototyp der modernen Krantechnik im Ruhrgebiet.

Am 14. März 2012 wurde das Industriedenkmal "krummer Hund", der Brückenkran mit der Nr. 4 auf Veranlassung durch den Oberbürgermeister Horst Schiereck abgerissen.

Die neuen Besitzer des Hauses An der Cranger Kirche 1, Rolf Meinhardt und Christoph Ehren verliehen in Erinnerung an das abgerissene Industriedenkmal ihrer neuen Lokalität deshalb den Namen "Zum krummen Hund".


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Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig.


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