Wanne-Eickel-Historie


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Bickerer Höfe

Bickerer Höfe / Der Wilhelmshof


Info Tafel Nummer 9

Aufgestellt am: 23. August 1999
Standort: Königsberger Straße / Ecke Bickernstraße
Gestiftet: SPD Bickern
Schirmherrschaft: Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e.V.


Bickern "Wilhelmshof" um 1900. Der Hof wurde im Krieg stark beschädigt, ein Wiederaufbau lohnte sich nicht.


Der Name "Bickern" geht auf die gleichnamige alte Flurbezeichnung zurück. In karolingischer Zeit wurden Bachläufe "bek" oder "bik" genannt. Die Siedlung entstand in der Nähe des Dorneburger-, Hüller- und Baumbachs.

"Bickern" wird bereits vor 1220 urkundlich erwähnt. Im "Kettenbuch" des Stiftes Essen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, welches auf ein Register aus dem Jahre 1332 zurückgeht, werden in Bickern vier Höfe genannt: "Gerhardi to Byckeren", "Euerhardi to Byckeren", "Gobelini to Byckeren" und "Drezes to Byckeren". Sie waren als Unterhöfe der Essener Oberhöfe Nienhausen und Ueckendorf hörige Höfe des Stiftes Essen.

"Bickeren" als Bauernschaft im Niederamt Bochum wird 1524 in der Türkensteuerliste des märkischen Amtes Bochum erstmals genannt. Im Feuerstättenverzeichnis des Amtes Bochum von 1664 umfasst die "Bauerschaft Bickeren" 6 Höfe, 7 Halbe Höfe, 23 Kötter mit einem Braukessel und 47 Feuerstätten.

Es ist überliefert, dass der frühere Besitzer das gleichnamige Gut Bickern unter seinen vier Söhnen aufgeteilt hat. Der Hof des ältesten Sohnes behielt den Stammnamen Bickernhof, die Höfe der drei anderen Söhne waren der Engelbertshof, der Hermannshof und der Wilhelmshof. Zusammen waren sie fortan unter dem Namen "Bickerer Höfe" bekannt
.


1824 übertraf Bickern als Bauerschaft der Größe nach jeweils die Bauerschaften Eickel, Röhlinghausen und Crange. Bei der Katasteraufnahme 1824 hat man eine Gliederung in drei Feldfluren vorgenommen: Flur 1 Wanne, Flur 2 Riemker Mark und Flur 3 Bickern. Von diesen drei Fluren war Wanne die größte. Diese Tatsache und die steigende wirtschaftliche Bedeutung waren die Gründe für eine Änderung des Namens Bickern am 13. August 1898 in "Wanne".

Die Bauerschaft Bickern gehörte 1808 zur Mairie Herne, anschließend zur Bürgermeisterei Herne und vom Jahre 1844 an als Landgemeinde zum Amt Herne. Als am 1. August 1875 das Amt Herne geteilt wurde, gehörte Bickern zum neuen Amt Wanne. Nach dessen Neugliederung am 1. November 1891 in das Amt Wanne und das Amt Eickel verblieben Bickern, Crange und Röhlinghausen im Amt Wanne. Am 1. April 1926 wurde diese beiden Ämter zur kreisfreien Stadt Wanne-Eickel vereinigt, die seit dem 1. Januar 1975 mit Alt-Herne die kreisfreie Stadt Herne bildet.

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