Wanne-Eickel-Historie


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Asthmabrücke

Gebäude

Die „Asthmabrücke“ ein Wahrzeichen des Stadtteils Röhlinghausen.


Röhlinghausens "Asthmabrücke" wurde 1927 erbaut, nachdem die Königsgruber Straße, welche die Tagesanlagen der Zeche trennte, abgesperrt wurde. Die "Asthmabrücke" war ein Wahrzeichen des Stadtteils Röhlinghausen. Sie war die einzige dieser Art in der Stadt Wanne-Eickel.

In ihrer stilgerechten Eisenkonstruktion und mit ihrer hohen Winkeltreppe sah sie auch recht stattlich aus. Die Röhlinghauser liebten ihre Brücke. Sie verband den Ortsteil von Ost nach West, also die Königsgruber Straße und die Bergmannstraße mit der Ottostraße und der Westfalenstraße.


Im Vordergrund Röhlinghausens Wahrzeichen, die "Asthmabrücke",
aufgenommen nach der Fretigstellung 1927. Im Hintergrund die
Zechenanlage Königsgrube.

Im Vordergrund, die "Asthmabrücke", aufgenommen um 1930.
Im Hintergrund die Schächte Gustav (vorne) und Luise. Links im Bild der Schonstein des Kesselhauses. Unterhalb der Brücke liegen auf dem Zechenplatz Kohlen auf Halde.

Albert Kelterbaum, der Röhlinghauser Bergmann und Maler, hat sie uns in einer seiner schönsten Zeichnungen überliefert.

Die "Asthmabrücke" ein Wahrzeichen des Stadtteils Röhlinghausen. (Zeichnung Albert Kelterbaum, Emschertal-Museum der Stadt Herne).

Die "Asthmabrücke", aufgenommen um 1970.

Wenn bei Absatzmangel Kohle auf Halde gekippt wurde und dann wochenlang vor sich hin schwelte, war die Brücke oftmals von Kohlenoxydgasen eingenebelt. Wer vom schnellen Treppensteigen atemlos oben anlangte, bekam häufig einen Hustenanfall. Besonders für staublungenkranke Bergleute war das eine schlimme Angelegenheit. Dadurch erhielt die Brücke wohl den Spitzname "Asthmabrücke".

Die "Asthmabrücke", aufgenommen um 1974 und 2008, von der Ottostraße aus gesehen.

Als gegen Ende der 1970er Jahre die Reste der Zeche Königsgrube verschwanden, wurde auch die Eisenbrücke wegen Baufälligkeit gesperrt, bevor sie im September 1976 abgebrochen wurde.



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Quellennachweis: Lührig, Heinrich / Schmitz, Gerhard: Röhlinghausen Wanne-Eickel III, Geschichte und Geschichten aus einem Stadtteil der südlichen Emscherregion, 2. erweiterte Auflage, Herne 1997, S. 183 f.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig



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