Wanne-Eickel-Historie


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Anton Wandzioch

Kunst und Kultur > Menschen aus Wanne-Eickel

Der letzte Gemeindevorsteher der selbstständigen Gemeinde Röhlinghausen Anton Wandzioch


Anton Wandzioch wurde am 12. Juli 1880 in Emilienhütte in Oberschlesien geboren. Wann er in die Gemeinde Röhlinghausen in Westfalen übersiedelte ist nicht bekannt. Aus einem Adressbuch für die Ämter Wanne und Eickel aus dem Jahre 1911 taucht erstmals der Name als "Wandziok, Anton, Hauer, wohnhaft in der Roonstraße 23", heute Rheinische Straße (gut bürgerliches Wohnhaus) in Röhlinghausen auf. Auf der Liste der gewählten Gemeindevertreter von 1919, ist der Name Wandzioch, Anton unter dem Straßennamen Moltkestraße 33, heute Westfalenstraße gelistet. Ob er Bergmann auf der nah gelegenen Zeche Königsgrube war, ist nicht überliefert.

Anton Wandzioch, Bergmann und Mitglied der SPD, war Gemeindevorsteher vom 8. April 1919 bis zum 1. April 1926.
Er wurde Nachfolger von Diedrich Göddenhoff.

Liste der gewählten Gemeindevertreter vom 24. Februar 1919.

Recht früh begann sich Wandzioch politisch in der SPD zu engagieren und setzte sich für die Rechte der Bergleute ein. Am 3. März 1905 heiratete er Anna Hensel aus Eickel. Mit 38 Jahren wurde er Nachfolger des Landwirts Dietrich Göddenhoff als Gemeindevorsteher in Röhlinghausen. Er bekleidete das Amt vom 8. April 1919 bis zur Bildung der Stadt Wanne-Eickel im April 1926.

Vor der letzten Sitzung des Röhlinghauser Gemeinderates im März 1926 schrieb der Gemeindevorsteher Anton Wandzioch im Westdeutschen Herold:

"Die Zeche Königsgrube ist in ihrem Kohlevorkommen eine der wertvollsten, in ihrem technischen Betrieb aber die rückständigste im ganzen Ruhrgebiet. Es wird noch nicht einmal die Reinigung und Sortierung der Kohle ermöglicht. - Dass bei diesem Zustand in der Wirtschaftskrise die Zeche Königsgrube auf dem Kohlenmarkt nicht mehr konkurrenzfähig sein kann, ist wohl jedem Laien einleuchtend. Die gesamte Zechenanlage muss unter- und übertage modernisiert werden."

Vom 9. Mai 1926 bis zum 17. November 1929 bekleidete Anton Wandzioch das Amt eines Stadtverordneten in Wanne-Eickel.

Anton Wandzioch verstarb am 7. September 1931 im Alter von nur 51 Jahren.

Am 28. November 2013 beschließt die Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel, die neue Verbindungsstraße innerhalb des Neubaugebiets "Königsgruber Park", zwischen Gustavstraße und Am Bollwerk künftig Anton-Wandzioch-Weg zu benennen.


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Die neue Verbindungsstraße innerhalb des Neubaugebiets "Königsgruber Park", zwischen Gustavstraße und Am Bollwerk heißt ab 28. November 2013 Anton-Wandzioch-Weg.

Das Neubeugebiet "Königsgruber Park", zwischen Gustavstraße und Am Bollwerk, aufgenommen im Sommer 2015.

Quellennachweis:
Adressbuch für die Ämter Wanne und Eickel, 1911. Tagespresse: Westdeutscher Herold, März 1926.

Lührig, Heinrich / Schmitz, Gerhard: Röhlinghausen Wanne-Eickel III, Geschichte und Geschichten aus einem Stadtteil der südlichen Emscherregion, 2. erweiterte Auflage, Herne 1997.
Sitzung der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel, vom Donnerstag, dem 28. November 2013, Tagesordnungspunkt 1, Berichtsvorlage 2013/0695.


Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig.


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